WM 2022: Brauereien hoffen auf Rekordverkäufe dank Public Viewing und Sommerwetter
Bernd-Dieter RingWM 2022: Brauereien hoffen auf Rekordverkäufe dank Public Viewing und Sommerwetter
Deutschlands Brauereien bereiten sich auf einen Bierboom zur WM 2022 vor
Mit der nahenden Fußball-Weltmeisterschaft 2022 rechnet die deutsche Braubranche mit einem deutlichen Anstieg der Bierverkäufe. Das Turnier ist seit jeher ein wichtiger Impuls für den Bierkonsum – doch vergangene Erfolge sind keine Garantie für zukünftige. In diesem Jahr könnten gelockerte Regeln für Public Viewing und warmes Wetter die Nachfrage zusätzlich beflügeln.
Historisch gesehen hat die WM den Bierabsatz in Deutschland stets angekurbelt. 2006 wurden während des Turniers rund 140 Millionen Liter mehr verkauft. Noch stärker fiel der Effekt 2014 aus, als der Absatz um mindestens zwei Millionen Hektoliter stieg.
Doch nicht jedes große Fußballereignis führt automatisch zu höheren Umsätzen. Bei der UEFA-Europameisterschaft 2020 dämpften schlechte Wetterbedingungen und globale politische Spannungen die Nachfrage. Diesmal jedoch hofft die Branche auf eine Erholung – nicht zuletzt dank flexiblerer Public-Viewing-Möglichkeiten.
Die WM 2026, die in Mexiko, Kanada und den USA ausgetragen wird, stellt deutsche Fußballfans vor eine Herausforderung: Die Spiele finden sechs bis neun Stunden hinter der hiesigen Ortszeit statt, was den Konsum vermutlich in Biergärten, Kneipen und private Feiern verlagern wird. Für das diesjährige Turnier blicken die Brauer nonetheless optimistisch in die Zukunft.
Die Weltmeisterschaft 2022 könnte sich für Deutschlands Brauereien als entscheidende Umsatzphase erweisen. Mit gelockerten Vorschriften und sommerlichen Temperaturen wird ein Nachfrageanstieg erwartet. Künftige Turniere könnten jedoch durch Zeitverschiebung und unvorhersehbare äußere Einflüsse vor Schwierigkeiten stehen.






