30 May 2026, 10:22

Warum internationale Studierende in Deutschland bessere Karrierechancen haben als andere

International Absolventen dreimal wahrscheinlicher, in Deutschland Arbeit zu finden

Warum internationale Studierende in Deutschland bessere Karrierechancen haben als andere

Deutschland bleibt für internationale Studierende attraktiver als jedes andere nicht-englischsprachige Land. Eine neue Studie zeigt nun, wie das Hochschulstudium ihre langfristigen Karrierechancen prägt. Wer Studium und praktische Berufserfahrung verbindet, hat auf dem Arbeitsmarkt deutlich die Nase vorn.

Studierende, die während ihres Studiums Praktika absolvieren, Praxisarbeiten in Kooperation mit Unternehmen schreiben oder jobspezifische Nebentätigkeiten ausüben, erhöhen ihre Chancen auf eine Festanstellung nach dem Abschluss um 84 Prozent. Dagegen verschlechtern nicht fachbezogene Minijobs ihre Aussichten um etwa 28 Prozent. Auch Deutschkenntnisse spielen eine entscheidende Rolle – selbst in Stellen, die auf Englisch ausgeführt werden.

Mehr als die Hälfte der internationalen Studierenden in Deutschland belegen MINT-Fächer und machen Hochschulen so zu einer wichtigen Quelle für Fachkräfte. Absolventen deutscher Hochschulen finden dreimal häufiger eine Anstellung als Zuwanderer, die ausschließlich zur Arbeitsaufnahme kommen. Viele ändern zudem ihre Pläne: 26 Prozent, die ursprünglich nur einen kurzen Aufenthalt geplant hatten, entscheiden sich nach dem Berufseinstieg für einen langfristigen Verbleib.

Aktuell fehlen in Deutschland 148.500 MINT-Fachkräfte, und Prognosen zufolge werden in den nächsten zehn Jahren weitere 1,85 Millionen Beschäftigte den Arbeitsmarkt verlassen. Dennoch bieten nur etwa 15 Prozent der Studiengänge verpflichtende Deutschkurse an. Wer über den Bildungsweg einwandert, strebt zudem 1,6-mal häufiger eine dauerhafte Niederlassung an als andere Zuzügler.

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Die Ergebnisse unterstreichen den engen Zusammenhang zwischen studienbezogener Praxiserfahrung und dem Berufserfolg internationaler Absolventen. Angesichts der wachsenden Fachkräftelücken in Deutschland könnten Hochschulen und Arbeitgeber ihre Unterstützung für Sprachkurse und Praxisphasen ausbauen – ein Schritt, der helfen würde, mehr qualifizierte Arbeitskräfte langfristig im Land zu halten.

Quelle