11 March 2026, 14:20

Wahlbetrug in Düdingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen verdächtiger Stimmzettel

Eine Schwarz-Weiß-Radierung einer Gruppe von Menschen in einem Raum, die sich um ein zentrales Papier mit Text- und Farboptionen oben versammeln, symbolisiert eine korrupte Wahl.

Wahlbetrug in Düdingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen verdächtiger Stimmzettel

Schweizer Behörden prüfen möglichen Wahlbetrug in Düdingen

In der kleinen Gemeinde Düdingen im Kanton Freiburg ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf Wahlfälschung. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eingeleitet, nachdem bei der Stimmenauszählung Dutzende Wahlzettel mit nahezu identischer Handschrift aufgefallen waren. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht der Verdacht auf das illegale Einsammeln von Stimmabgaben (Ballot Harvesting) bei den Wahlen zum Gemeinderat.

Der Fall kam ans Licht, als Wahlhelfer auffällige Übereinstimmungen in der Handschrift mehrerer Stimmzettel bemerkt und diese der Bezirksverwaltung der Region Sense gemeldet hatten. Diese leitete den Fall daraufhin an die Staatsanwaltschaft weiter.

Das Einsammeln und Einreichen von Wahlunterlagen durch Dritte – in der Schweiz als Ballot Harvesting bekannt – ist nach Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs ausdrücklich verboten. Die Ermittler prüfen nun, ob die mutmaßlichen Manipulationen Einfluss auf das Wahlergebnis gehabt haben könnten.

Der Gemeinderat von Düdingen umfasst 50 Sitze. Bisher ist noch nicht geklärt, ob die Unregelmäßigkeiten die endgültige Sitzverteilung beeinflusst haben. Die Staatsanwaltschaft Freiburg untersucht den Fall weiterhin aktiv.

Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden das Ausmaß des Verdachts auf Wahlbetrug bewerten. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, könnten rechtliche Konsequenzen nach dem schweizerischen Wahlrecht folgen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, für aktuelle Informationen die offiziellen Kanäle der Gemeinde Düdingen zu konsultieren.

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