Vom Gefängnis zum lebendigen Stadtviertel: Braunschweigs Rennelberg-Pläne nehmen Gestalt an
Antonio KlotzVom Gefängnis zum lebendigen Stadtviertel: Braunschweigs Rennelberg-Pläne nehmen Gestalt an
Braunschweig plant Umwandlung des alten Gefängnisses Rennelberg in ein neues Stadtviertel
Studierende der Technischen Universität Braunschweig haben nun ihre Visionen für das Gelände präsentiert – die prämierten Entwürfe sind im historischen Rathaus ausgestellt.
Das ehemalige Gefängnis dient in diesem Sommer zudem als Festivalort: Im Juni findet dort das Theaterformen-Festival statt.
Im Dezember 2018 hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt Braunschweig einen Plan zur Neugestaltung des Rennelberg-Areals beschlossen. Ziel war es, die ehemalige Justizvollzugsanstalt und ihre Umgebung in ein modernes Wohnviertel zu verwandeln. Seitdem arbeiten Studierende an Gestaltungsvorschlägen für das Gelände.
Den ersten Platz belegte das Konzept Von Mauern zu Gemeinschaft: Die Umwandlung des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg von Franziska Heininger und Johannes Quirin. Adriana Gens und Mareike Meier erreichten mit Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen den zweiten Platz. Den dritten Preis erhielten Sarah Suttner López und Robert Sievert für Nachbarschaft statt Gefängnis: Gemeinschaft über Mauern.
Die Entwürfe sind noch bis zum 20. Mai im Foyer des zweiten Obergeschosses des Rathauses zu sehen. Mit Baubeginn ist jedoch noch nicht zu rechnen: Zunächst muss die Stadt den Verkauf des Gefängnisgeländes abschließen, bevor die Entwicklung voranschreiten kann.
Bevor die Umgestaltung beginnt, übernimmt das alte Gefängnis noch einmal eine neue Rolle. Im Juni wird es Austragungsort des Theaterformen-Festivals sein und dem Gelände vorübergehend eine kulturelle Nutzung geben.
Die Studierendenentwürfe geben einen Ausblick darauf, wie sich das Rennelberg-Areal in Zukunft verändern könnte. Die nächsten Schritte hängen jedoch vom Ausgang des Verkaufsverfahrens ab. Bis dahin bleibt das Gelände – insbesondere während des diesjährigen Festivals – im Fokus der Öffentlichkeit.






