Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch soll Aufsichtsratsvorsitz behalten
Antonio KlotzPötsch bleibt VW-Oberaufsichtsrat - Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch soll Aufsichtsratsvorsitz behalten
Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat Hans Dieter Pötsch für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender nominiert. Der 74-Jährige führt den Rat seit über einem Jahrzehnt und hat das Unternehmen durch schwere Krisen gesteuert. Seine Wiederwahl wird auf der Hauptversammlung im Juni zur Abstimmung durch die Aktionäre stehen.
Pötsch stieg 2003 als Finanzvorstand bei Volkswagen ein. Nach zwölf Jahren in dieser Position übernahm er 2015 den Vorsitz des Aufsichtsrats. Seine Amtszeit umfasste turbulente Phasen, darunter den Diesel-Skandal 2015, der zu Milliardenstrafen und einer weltweiten Reputationskrise führte.
Später unterbrach die COVID-19-Pandemie zwischen 2020 und 2022 die Produktion. Unter seiner Führung meisterte das Unternehmen zudem den Umstieg auf Elektrofahrzeuge sowie geopolitische Herausforderungen wie den Ukraine-Krieg. Diese Ereignisse belasteten die Lieferketten und trieben die Energiepreise in die Höhe.
Nun hat der Nominierungsausschuss vorgeschlagen, seine Amtszeit zu verlängern. Pötsch betonte sein Engagement, Volkswagen in unsicheren Zeiten stabil zu halten. Die Aktionäre werden auf der Hauptversammlung am 18. Juni über seine Wiederwahl abstimmen.
Falls bestätigt, bleibt Pötsch oberster Aufseher des Konzerns. Sein Fokus liegt weiterhin darauf, die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens gegen künftige Herausforderungen zu sichern. Die Entscheidung liegt bei den Aktionären auf der nächsten Versammlung.






