31 March 2026, 02:21

Vater und Sohn entwickeln revolutionäres System gegen Energieverschwendung beim Duschen

Ein Badezimmer mit einer Duschkabine neben einem WC, mit gefliesten Wänden, Deckenleuchten und einer Tür auf der rechten Seite.

Vater und Sohn entwickeln revolutionäres System gegen Energieverschwendung beim Duschen

Ein Vater-Sohn-Duo aus Filderstadt gründet Start-up gegen Energieverschwendung beim Duschen

Steffen Nittbaur, 60, und sein 24-jähriger Sohn Valentin haben mit der Unocconi GmbH ein Unternehmen gegründet, das Wärme aus Abwasser zurückgewinnt. Ihre Technologie soll nicht nur die Energiekosten senken, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Steffen Nittbaur arbeitete 25 Jahre lang bei Mercedes-Benz in technischen und Führungspositionen. Nach seinem Ausstieg absolvierte er berufsbegleitend ein Masterstudium der Umweltwissenschaften. Sein Sohn Valentin, der einen doppelten Abschluss in Betriebswirtschaft hält, ist mittlerweile in Vollzeit für das Start-up tätig.

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Die Idee hinter Unocconi ist simpel, aber wirkungsvoll: Die Wärme aus Duschwasser – die normalerweise ungenutzt im Abfluss landet – wird aufgefangen und wiederverwendet. Wissenschaftler zählen diese Methode zu den effizientesten Energiesparlösungen für Gebäude. Während solche Systeme in Teilen Europas bereits verbreitet sind, bleiben sie in Deutschland noch eine Seltenheit.

Ein Hauptgrund für die zögerliche Verbreitung sind regulatorische Hürden. Aktuell fehlt in Deutschland eine Trinkwasserzertifizierung für diese Anlagen, was die Genehmigung erschwert. Doch die steigenden Energiekosten wecken neues Interesse an bislang vernachlässigten Lösungen wie der dezentralen Wärmerückgewinnung.

Die Technologie von Unocconi bietet eine praktische Möglichkeit, den Energieverbrauch in Haushalten zu reduzieren. Trotz der noch bestehenden regulatorischen Herausforderungen könnte der Erfolg des Unternehmens davon abhängen, wie stark sich Wärmerückgewinnungssysteme insgesamt durchsetzen. Die Nittbaurs geben sich indes kämpferisch: Ihr Ziel ist es, ihr System zu einem Standard in deutschen Badezimmern zu machen.

Quelle