USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – was das für die Sicherheit bedeutet
Bernd-Dieter RingUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – was das für die Sicherheit bedeutet
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen und damit ihre militärische Präsenz im Land zu verringern. Die am Freitag, dem 1. Mai, verkündete Entscheidung folgt anhaltenden Spannungen in der Verteidigungspolitik und internationalen Konflikten. Deutsche Regierungsvertreter reagierten mit einer Mischung aus Akzeptanz und Forderungen nach verstärkten nationalen Verteidigungsmaßnahmen als Gegenleistung.
Durch den Abzug verringert sich die Zahl der in Deutschland stationierten US-Soldatinnen und -Soldaten von 38.000 auf 33.000. Der Prozess soll zwischen sechs und zwölf Monaten dauern. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, der Schritt sei absehbar gewesen, falle jedoch in eine Phase intensiver Debatten über die transatlantische Sicherheit.
Die Ankündigung erfolgte zeitgleich mit Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der Iran-Politik der USA. Als Reaktion warf US-Präsident Donald Trump Merz vor, die Möglichkeit zuzulassen, dass der Iran Nuklearwaffen entwickelt. Trump forderte den Kanzler zudem auf, sich stattdessen auf die Lösung des Russland-Ukraine-Konflikts zu konzentrieren, anstatt sich zu Iran zu äußern.
Unterdessen beraten NATO-Vertreter mit den USA über die logistische Umsetzung des Truppenabzugs. In Deutschland hat die Nachricht erneut Diskussionen über eine Aufstockung der Bundeswehr befeuert. Aktuelle Pläne sehen vor, die Truppe von 185.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten zu vergrößern, doch Kritiker halten selbst diese Erhöhung für unzureichend.
Bis Mitte 2025 werden noch 33.000 US-Angehörige der Streitkräfte in Deutschland stationiert bleiben. Die deutsche Führung steht nun unter Druck, die eigenen Verteidigungsfähigkeiten zu stärken. Die NATO stimmt sich weiterhin mit Washington ab, während der Zeitplan für den Abzug umgesetzt wird.






