Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2025
Antonio KlotzVerhindert der Spritpreis Besuche in Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2025
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison vor – trotz anhaltender finanzieller Belastungen
Trotz steigender Spritkosten und wirtschaftlicher Unsicherheiten rüsten sich Thüringens Freilichtmuseen für eine lebhafte Saison. Beliebte Standorte setzen auf neue Attraktionen und bessere Erreichbarkeit, um Besucher anzulocken. Ab Ende März und Anfang April öffnen mehrere Museen wieder ihre Tore und bieten Festivals, Ausstellungen und erweiterte Dienstleistungen an.
Das Freilichtmuseum Hohenfelden, das größte Thüringens, empfängt ab 28. März wieder Gäste. Zudem entsteht ein neues Besucherzentrum, das voraussichtlich bis Ende Mai fertiggestellt wird. Um die Anreise – besonders für Besucher ohne Auto – zu erleichtern, startet das Museum pünktlich zu Ostern einen Weekend-Busshuttle ab Erfurt.
Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt öffnen am 1. April mit Verbesserungen: Ein restauriertes Eingangstor und eine leistungsstarke Kaffeemaschine gehören zu den Neuerungen. Höhepunkte der Saison sind das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kinoabende, Sommertheateraufführungen und die Rudolstädter Sommerkonzerte. In der Nähe hat das Henneberg-Museum im Kloster Veßra seine Ausstellungen überarbeitet, die ehemaligen Stallungen umgenutzt und plant während der gesamten Saison Live-Musik.
Auf der Funkenburg in Westgreußen beginnt das Osterwochenende mit einer Ostereiersuche und einem Café, obwohl das Museum mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft. Später im Jahr folgen eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit und das Funkenburg-Festival. Weitere Rückkehrer in Thüringens Museen sind der Handwerkertag, das Museumsfest, der Schäfertage sowie ein erweiterter Thüringer Käsemarkt.
Die Anstrengungen der Museen erfolgen vor dem Hintergrund hoher Spritpreise, die seit dem Iran-Konflikt 2023 auf erhöhtem Niveau bleiben. In Deutschland liegen die Benzinkosten mit 20–25 Cent pro Liter über denen der Nachbarländer, wobei Steuern etwa 60 Prozent des Preises ausmachen. Diesel kostete 2025 im Schnitt rund 170 Cent pro Liter – leicht unter dem Höchststand von 2023, aber immer noch deutlich über dem Vorkrisenniveau.
Mit neuen Verkehrsanbindungen, modernisierten Einrichtungen und einem vollen Veranstaltungskalender wollen Thüringens Freilichtmuseen trotz wirtschaftlicher Herausforderungen Besucher begeistern. Die Saison startet Ende März mit einem Mix aus historischen Nachstellungen, Handwerksvorführungen und kulinarischen Festen. Die Veranstalter hoffen, dass das erweiterte Angebot die Bedenken wegen der Reisekosten ausgleichen wird.






