Spontanes Gebet nach 7:1: Deutsche und Curaçao-Spieler danken gemeinsam auf dem Platz
Bert HenschelSpontanes Gebet nach 7:1: Deutsche und Curaçao-Spieler danken gemeinsam auf dem Platz
Ein Gebetskreis, den deutsche und Spieler aus Curaçao nach dem 7:1-Sieg Deutschlands bildeten, sorgt für Gesprächsstoff. Felix Nmecha und Jonathan Tah schlossen sich ihren Gegnern zu einem gemeinsamen Moment des Glaubens auf dem Platz an. Die Aktion war nicht geplant und entspringt den persönlichen Überzeugungen der Akteure.
Das Gebet fand unmittelbar nach dem Spiel statt. Nmecha erklärte später, die Spieler – allesamt Christen – hätten Jesus für die Partie danken wollen. Sie sähen ihren Glauben durch den Fußball verherrlicht, was sie zu dieser spontanen Geste veranlasst habe.
Besonders auffällig war der Moment, weil er nicht mit einer offiziellen Kampagne oder einem Sponsor verbunden war. Im Gegensatz zu anderen Initiativen im Fußball, wie etwa der OneLove-Armbinde oder Regenbogen-Symbolik, handelte es sich um eine rein freiwillige Handlung. Auch von organisierten Protestformen wie dem Kniefall – der nach dem Tod von George Floyd verbreitet wurde und mit der Black-Lives-Matter-Bewegung in Verbindung steht – unterschied sich die Szene.
Die Reaktionen unter den Fans fallen gemischt aus. Manche sehen darin einen persönlichen Ausdruck von Glauben, andere kritisieren, dass der Fußball zunehmend für politische und kulturelle Botschaften instrumentalisiert werde.
Der Gebetskreis unterstrich die individuellen Überzeugungen der beteiligten Spieler. Ohne institutionelle Unterstützung blieb er eine private Dankesgeste. Der Vorfall nährt die anhaltende Debatte über die Rolle persönlicher und politischer Äußerungen im Sport.






