SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Milliardenfonds für Start-ups
Bernd-Dieter RingSPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Milliardenfonds für Start-ups
Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um in Deutschland ein kapitalgedecktes Rentensystem einzuführen. Der Vorschlag sieht einen neuen "Bundesrentenfonds" vor, der gezielt Investitionen in Start-ups und wachstumsstarke Unternehmen fördern soll. Bei einer Umsetzung könnte der Fonds bis 2030 auf ein Volumen von 25 Milliarden Euro anwachsen – mehr als das Doppelte des ursprünglichen Ziels.
Die Parlamentarier fordern eine Lockerung der regulatorischen Vorgaben, damit Versicherungen und Pensionskassen freier in Start-ups investieren können. Ihr Konzept passt dabei in die übergeordnete Start-up-Strategie von SPD-Chef Lars Klingbeil, die auch Steuererleichterungen für Forschung und Entwicklung in jungen Unternehmen vorsieht. Der Fonds soll zunächst als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorge angeboten werden, könnte langfristig aber auch die gesetzliche Rente mitfinanzieren.
Der Vorstoß knüpft an jüngste Bundestagsreformen zur privaten Altersvorsorge an und fällt in eine Phase, in der die SPD ein umfassenderes Reformpaket finalisiert. Geplant ist unter anderem, privaten Anlegern über neue Tranchen in Dachfonds den Zugang zu Wachstumsunternehmen zu erleichtern.
Laut den Abgeordneten könnte der Bundesrentenfonds bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups oder europäische Unternehmen stecken, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Die Maßnahmen sollen die Finanzierung innovativer Betriebe beschleunigen und gleichzeitig die langfristige Rentensicherheit stärken.
Falls umgesetzt, könnte die WIN-Initiative (Wachstum, Innovation, Nachhaltigkeit) innerhalb von sieben Jahren von 12 auf 25 Milliarden Euro anwachsen. Ziel der Reformen ist es, Altersvorsorgevermögen mit wachstumsstarken Investitionen zu verknüpfen und privaten Anlegern neue Chancen zu eröffnen. Die endgültige Entscheidung der SPD über das Reformpaket wird die nächsten Schritte bestimmen.






