Sozialwohnungen in Deutschland schrumpfen 2024 – Bund plant Milliardenhilfe bis 2029
Antonio KlotzSozialwohnungen in Deutschland schrumpfen 2024 – Bund plant Milliardenhilfe bis 2029
Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft 2024 weiter – Bund sagt 23,5 Milliarden Euro zu
Der Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland ist auch 2024 weiter gesunken, wobei mehrere Bundesländer erhebliche Verluste verzeichneten. Bundesweit blieben bis Ende des Jahres noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen übrig, doch der Gesamttrend zeigt einen deutlichen Rückgang. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) reagierte darauf mit dem Versprechen, bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln bereitzustellen, um die Krise zu bekämpfen.
Besonders betroffen war Berlin, wo 2024 ein Minus von 2.957 Sozialwohnungen zu verzeichnen war. Zudem fielen 57.621 Wohnungen aus der Mietpreisbremse. Noch drastischer war der Rückgang in Nordrhein-Westfalen: Dort gingen 18.538 Sozialwohnungen verloren. Bayern meldete im gleichen Zeitraum einen Verlust von 2.790 Einheiten.
Nicht alle Regionen folgten diesem Trend. Baden-Württemberg verzeichnete sogar einen Nettozuwachs von 3.046 Sozialwohnungen. Zudem entstanden bundesweit 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen. Bis Ende 2025 war der bundesweite Bestand jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 20.000 Wohnungen gesunken.
Die wohnungspolitische Sprecherin der Linken, Lay, wies auf die tieferliegende Krise hin und kritisierte den Mangel von rund einer Million Sozialwohnungen. Die Zahlen unterstreichen die ungleiche Entwicklung und den anhaltenden Druck auf den bezahlbaren Wohnungsmarkt.
Der Schwund an Sozialwohnungen in vielen Bundesländern verschärft die Sorgen um Wohnbezahlbarkeit. Die geplanten 23,5 Milliarden Euro an Bundesförderung sollen den Trend bis 2029 umkehren. Trotz regionaler Erfolge signalisiert der Gesamtrückgang dringenden Handlungsbedarf.






