Sexuelle Belästigung in Koblenz: Stadt plant schärfere Sicherheitsmaßnahmen an Schulen
Bert HenschelSexuelle Belästigung in Koblenz: Stadt plant schärfere Sicherheitsmaßnahmen an Schulen
In Koblenz wurde ein elfjähriges Mädchen von einem 20-jährigen Mann auf dem Gelände einer Schule sexuell belästigt. Der Vorfall hat landesweit Empörung ausgelöst und Forderungen nach strengeren Sicherheitsvorkehrungen in öffentlichen Gebäuden laut werden lassen. Die Stadtverwaltung prüft nun die Sicherheitskonzepte für Schulen und andere kommunale Einrichtungen.
Der Angriff hat die Stadt dazu veranlasst, über eine Ausweitung der Sicherheitsdienste nachzudenken. Bisher ist nur im Rathaus I ein Concierge eingesetzt – und das auch nur zwei bis vier Stunden an Wochentagen. Künftig könnten jedoch bis zu 67 städtische Standorte, darunter Schulen, Kitas und andere kommunale Gebäude, ähnliches Personal erhalten.
Die neuen Maßnahmen konzentrieren sich auf Zugangskontrollen, Videoüberwachung und Notfallmanagement. Sicherheitskräfte sollen Besucher kontrollieren, Hausordnungen durchsetzen und bei Bedarf Platzverweise aussprechen. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Deeskalation bei Störungen und die Aufrechterhaltung eines geordneten Betriebs.
Der Einsatz wird je nach Bedarfslage erfolgen, wobei die Dienste auf ausgewählte Einrichtungen beschränkt bleiben. Die Stadt strebt einen Ausgleich zwischen Sicherheit und Praktikabilität an, ohne eine flächendeckende Betreuung aller Standorte umzusetzen.
Die geplanten Änderungen sehen die Einführung von Concierge- und Sicherheitspersonal an besonders gefährdeten Orten vor. Die Wachkräfte werden den Zutritt regeln, das Verhalten überwachen und in Notfällen eingreifen. Noch ist jedoch nicht geklärt, welche Standorte die neuen Dienste erhalten und wann die Umsetzung beginnt.






