Schwimmbad Burgfarrnbach in Fürth droht nach 60 Jahren die Schließung
Antonio KlotzSchwimmbad Burgfarrnbach in Fürth droht nach 60 Jahren die Schließung
Fürths Jugendbad Burgfarrnbach – ein beliebtes Freibad, das seit fast 60 Jahren die Gemeinschaft prägt – steht vor der möglichen endgültigen Schließung. Am 10. Juni 2026 wird der Stadtrat über seine Zukunft entscheiden, denn steigende Sanierungskosten und rückläufige Besucherzahlen werfen Fragen nach der Wirtschaftlichkeit auf.
Das Bad, das ausschließlich Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren sowie ihren Begleitpersonen offensteht, kämpft seit Jahren mit sinkenden Besucherzahlen. 2025 nutzten nur noch 275 Gäste die Anlage, während die Betriebskosten hoch blieben. Zudem eigne sich das Bad laut Stadtverwaltung aufgrund seiner Bauweise nicht für regulären Schwimmunterricht.
Technisch ist das Bad in einem besorgniserregenden Zustand: Die Dosier- und Messtechnik der Wasseraufbereitung funktioniert unzuverlässig, und Undichtigkeiten haben sich seit der letzten Saison verschlimmert. Allein die Behebung der Wasserverluste könnte bis zu 50.000 Euro kosten. Eine umfassende Prüfung ergab, dass mindestens 165.000 Euro nötig wären, um technische, bauliche und sicherheitsrelevante Mängel zu beheben.
Personelle Engpässe verschärfen die Lage: Das Bad verfügt nicht mehr über eine fest angestellte Fachkraft, sodass der Betrieb nur noch improvisiert aufrechterhalten wird. Trotz seines sozialen Werts rechtfertigen das unbeheizte 8 mal 20 Meter große Becken, die 1.000 Quadratmeter große Sonnenliegewiese und die schlichte Ausstattung möglicherweise nicht die steigenden Kosten.
Im Juni nächsten Jahres wird der Finanz- und Verwaltungsausschuss über das Schicksal des Bades entscheiden. Eine Schließung würde zwar einen historischen Gemeinschaftsort unwiederbringlich verlieren, die Stadt aber vor weiteren finanziellen Belastungen bewahren. Die Debatte wird abwägen müssen, ob der traditionelle Wert des Bades die praktischen Herausforderungen seines Erhalts überwiegt.






