Schwarzfahrer tötet Zugschaffner – jetzt beginnt der Prozess um Gerechtigkeit
Antonio KlotzSchwarzfahrer tötet Zugschaffner – jetzt beginnt der Prozess um Gerechtigkeit
Ein Zugschaffner ist nach einem brutalen Angriff durch einen Schwarzfahrer gestorben. Der Vorfall hat eine bundesweite Debatte über die Sicherheit im deutschen Schienenverkehr ausgelöst. Die Familie des Opfers nimmt nun am Prozess teil, um Gerechtigkeit für ihren Angehörigen zu erlangen.
Die Attacke ereignete sich in einem Zug, wo der 36-jährige Schaffner wiederholt mit Fäusten auf Kopf und Körper getroffen wurde. Überwachungsaufnahmen zeigen, wie der Angeklagte, ein 26-jähriger griechischer Staatsbürger, das Opfer schlug und dabei angeblich rief: „Ich bin Boxer. Ich bin Kämpfer.“ Der Schaffner erlitt eine Hirnblutung und starb zwei Tage später.
Der Angeklagte hat sich vor Gericht entschuldigt und erklärt: „Ich übernehme die volle persönliche Verantwortung“ für seine Tat. Ihm wird gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Der Prozess soll acht Tage dauern; mit einem Urteil wird bis zum 9. Juli gerechnet.
Allein im vergangenen Jahr registrierte die Bundespolizei rund 2.690 Angriffe auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn – ein Anstieg um 11 Prozent gegenüber 2024. Der Fall rückt die wachsende Sorge um Gewalt gegen Beschäftigte im Verkehrssektor in den Fokus.
Während der Prozess weitergeht, fordert die Familie des Opfers Konsequenzen. Das Geständnis des Angeklagten könnte die Urteilsfindung beeinflussen. Mit einem Spruch wird Anfang Juli gerechnet.
