14 March 2026, 18:26

"Schwabinger 7" kehrt als Kunstwerk nach Bruckmühl zurück – ein Stück Münchner Nachtleben wird wieder lebendig

Ein prächtiger Raum im Kunsthistorischen Museum in München, Deutschland, mit einer Statue links, einem Teppichboden, Fotorahmen an den Wänden, einer Glasdecke mit Lichtern und Türen im Hintergrund.

"Schwabinger 7" kehrt als Kunstwerk nach Bruckmühl zurück – ein Stück Münchner Nachtleben wird wieder lebendig

Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte kehrt nächste Woche in Bruckmühl zurück. Das Kunstwerk "Schwabinger 7", geschaffen von Rupert Dorrer, schmückte einst die Wände der berühmtesten Bar der Stadt, bevor diese abgerissen wurde. Nach Jahren im Depot wird es nun in einer neuen Galerie enthüllt.

Die "Schwabinger 7" war eine legendäre Kneipe in München-Schwabing und jahrzehntelang eine kulturelle Institution. Als das Gebäude in der Feilitzschstraße 7 abgerissen wurde, bewahrte der Künstler Rupert Dorrer die Erinnerung daran, indem er eine Wand in ein Mixed-Media-Gemälde verwandelte. Das 140 Zentimeter breite und 72 Zentimeter hohe Werk fängt den Geist der Bar ein.

Nach der Schließung der Kneipe wurde das Kunstwerk versteigert und später von Denn's Biomarkt erworben, der heute an dieser Stelle steht. Jahre lang fristete es ein Schattendasein im Supermarkt, bis Dorrer es als Dauerleihgabe für eine Galerie in Bruckmühl sicherte. Das Gemälde, betitelt "Schwabinger 7", steht symbolisch für Vergänglichkeit – im Kontrast zu den beständigen Stammtischen im nahegelegenen Grünen Eck.

Am Montag, dem 14. März, um 11 Uhr wird das Werk im Rahmen einer feierlichen Enthüllung durch Bruckmühls Bürgermeister offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Erwartet wird auch Gerd "Manila" Waldhauser, der langjährige Wirt der Kneipe.

Die Enthüllung markiert ein neues Kapitel für Dorrers Kunstwerk, das vom Abriss einer Münchner Kneipe in einen Galerieraum wechselt. Das Werk wird nun dauerhaft in Bruckmühl ausgestellt und bewahrt so ein Fragment der Schwabinger Kulturgeschichte.

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