Sachsen-Anhalt plant klimaneutrale Infrastruktur mit neuem Expertenkonzept
Antonio KlotzSachsen-Anhalt plant klimaneutrale Infrastruktur mit neuem Expertenkonzept
Der Wissenschaftliche Beirat für Klimaschutz Sachsen-Anhalt hat zentrale Empfehlungen für die Infrastrukturzukunft des Landes vorgelegt. In einem neuen Positionspapier zum Sondervermögen Infrastrukturgesetz (Infra-SVG) wurden die Vorschläge an Prof. Dr. Armin Willingmann übermittelt. Die Ratschläge des Gremiums zielen darauf ab, den Infrastrukturausbau mit Klimazielen und langfristiger wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit zu verknüpfen.
In seiner aktuellen Stellungnahme betont der Beirat die Notwendigkeit, Infrastrukturentwicklung mit Innovation, Energieunabhängigkeit und Klimaschutz zu verbinden. Gefordert wird eine nachhaltige Finanzierung, um widerstandsfähige, leistungsstarke Systeme aufzubauen, die die Abhängigkeit von externer Unterstützung verringern. Diese Investitionen sollen zudem Lieferketten sichern, regionale Arbeitsplätze schaffen und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft beschleunigen.
Als zentrale Handlungsfelder wurden Energieinfrastruktur, Wasserstoffwirtschaft, emissionsarmer öffentlicher Verkehr sowie nachhaltige Bauweisen identifiziert. Die Empfehlungen stützen sich auf Erkenntnisse des Zukunfts- und Klimaschutzkongresses sowie auf den Klimaschutz-Fachplan des Landes.
Um eine langfristige Wirkung zu gewährleisten, bietet der Beirat kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung an. Seine Expert:innen werden die Investitionen aus dem Sondervermögen so mitgestalten, dass sie messbare Erfolge erzielen. Die aktuelle Amtszeit des Gremiums läuft bis zum 1. Juli 2026 und sichert damit die Kontinuität dieser Bemühungen.
Die Vorschläge skizzieren eine Roadmap für die Infrastruktur- und Klimastrategie Sachsen-Anhalts. Durch den Fokus auf Energie, Verkehr und Bauwesen strebt das Land eine Stärkung der Wirtschaft bei gleichzeitiger Reduzierung der Emissionen an. Die Einbindung des Beirats stellt sicher, dass wissenschaftliche Erkenntnisse die Verwendung des Sondervermögens in den kommenden Jahren prägen werden.






