07 June 2026, 12:19

Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politische Kürzungspläne

Nominiert für den Panther Award 2026

Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politische Kürzungspläne

Radio CORAX, ein unabhängiger Sender in Halle (Saale), geht seit dem Jahr 2000 auf Sendung. Mit rund 400 ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen, die 175 verschiedene Formate produzieren, finanziert sich der Sender größtenteils durch unbezahltes Engagement. Doch nun droht eine neue politische Gefahr für seine Förderung.

Der Betrieb wird durch eine Mischung aus Landesmedienzuschüssen, kommunalen Mitteln und Projektförderungen bestritten – insgesamt etwa 200.000 Euro pro Jahr. Die Inhalte werden ausschließlich von Freiwilligen gestaltet und decken ein breites Themenspektrum sowie unterschiedliche Communities ab. Sendungen wie Tipkin oder das Magazin Serendipity prägen den täglichen Programmplan, jede geprägt von den Interessen ihrer Macher:innen.

Neue Mitwirkende können eigene Ideen in Redaktionssitzungen einbringen und nehmen an Einführungsworkshops teil. Über das Radio hinaus veranstaltet CORAX Filmabende, öffentliche Diskussionen und Workshops in seinen Studios. Zudem ist der Sender international vernetzt – über AMARC, ein Netzwerk nichtkommerzieller Radiosender.

Doch die rechtspopulistische AfD drängt auf Kürzungen der Mittel, nachdem es Streit über die Programmausrichtung gab. Als Reaktion sucht CORAX nach Wegen, die finanzielle Zukunft zu sichern – Spenden gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.

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Die Existenz des Senders hängt davon ab, ob es gelingt, die Fördergelder und die Unterstützung der Community zu halten. Ohne Landes- oder Kommunalzuschüsse stünde das vielfältige, ehrenamtlich getragene Programm auf dem Spiel. Bis auf Weiteres sendet CORAX weiter – doch die finanzielle Zukunft bleibt ungewiss.

Quelle