30 May 2026, 12:20

Quizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen AfD-Interventionsängste

Rotkäppchen in der Zwangsjacke

Quizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen AfD-Interventionsängste

Ein 43-jähriger Berufs-Quizkandidat hat sich aus Protest an das Geländer des Magdeburger Doms gekettet. Maik Sawatzke demonstriert damit gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt, falls die AfD die anstehenden Landtagswahlen gewinnt. Er wirft Politikern in Berlin vor, Kriminelle zu sein, und beschuldigt sie, öffentliche Gelder zu veruntreuen, um Protestierende wie ihn zu bezahlen.

Sawatzke, der gelegentlich als bezahlter Demonstrant für die AfD arbeitet, fordert mehr persönliche Freiheiten für das Bundesland. Zu seinen Forderungen gehören das Recht auf FKK-Sonnenbaden und ein Ende von Zwangsehen. Trotz des gemeinsamen Nachnamens sind er und seine Partnerin Uta Sawatzke nicht verheiratet. Sie erklärten, sie würden nur dann heiraten, wenn die AfD an die Macht käme – und zwar allein, um Verwirrung zu vermeiden.

Die AfD hat angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs den Rechtsstaat infrage zu stellen. Dies könnte eine Bundesintervention auslösen, was Sawatzke vehement ablehnt. Sein Protest folgt auf einen kürzlichen Einbruch in seine Wohnung, bei dem ihm während der Arbeit die Geldbörse gestohlen wurde.

Uta Sawatzke, die sich selbst als „Hausfrau im besten Sinne des Wortes“ bezeichnet, fällt mit ihren pinkfarbenen Kurzhaaren auf. Der Protest des Paares findet statt, während Sachsen-Anhalt vor allem für zwei Produkte bekannt bleibt: Halloren-Schokolade und Rotkäppchen-Sekt.

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Sawatzkes Aktion unterstreicht die Spannungen vor den Landtagswahlen. Seine Forderungen nach mehr Freiheiten spiegeln die größeren Debatten über die Zukunft Sachsen-Anhalts wider. Das Wahlergebnis könnte entscheiden, ob es tatsächlich zu einer Bundesintervention kommt.

Quelle