Protest gegen Kürzung des bilingualen Unterrichts in Wolfsburgs Leonardo-da-Vinci-Schule
Bernd-Dieter RingProtest gegen Kürzung des bilingualen Unterrichts in Wolfsburgs Leonardo-da-Vinci-Schule
Pläne zur Kürzung des zweisprachigen Unterrichts an der Wolfsburgener Leonardo-da-Vinci-Schule stoßen auf Widerstand
Eine Entscheidung, den bilingualen Unterricht an der Wolfsburgener Leonardo-da-Vinci-Schule zu reduzieren, hat für Aufsehen gesorgt. Eine Online-Petition gegen die Pläne hat innerhalb von nur vier Tagen bereits über 550 Unterschriften gesammelt. Eltern und Mitglieder der Gemeinschaft argumentieren, dass dieser Schritt die seit langem bestehenden italienischen kulturellen Bindungen der Stadt schwächen würde.
Wolfsburg in Niedersachsen blickt auf tiefe italienische Wurzeln zurück, die bis in die 1960er-Jahre reichen. In den vergangenen Jahrzehnten sind rund 60.000 Italiener in die Stadt gezogen und haben ihr Gesicht geprägt. Die Leonardo-da-Vinci-Grund- und Gesamtschule spiegelt dieses Erbe mit ihrem deutsch-italienischen zweisprachigen Bildungsangebot wider.
Laut dem aktuellen Schulentwicklungsplan der Stadt wird der bilingualer Zweig derzeit als einziger unter 70 Prozent Auslastung betrieben. Daher schlagen die Verantwortlichen vor, ihn zu verkleinern – mit der Folge, dass ab der fünften Klasse nur noch eine zweisprachige Klasse übrig bliebe.
Kritiker bezeichnen die geplante Kürzung als einen „schweren Rückschritt“ für die Gemeinschaft. In der Petition wird gefordert, die Entscheidung rückgängig zu machen und ab dem Schuljahr 2026/27 sowie darüber hinaus zwei italienische bilingualen Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe anzubieten.
Das rasante Wachstum der Unterschriftenliste zeigt, wie groß die lokale Unterstützung für den Erhalt des zweisprachigen Programms ist. Sollte die Reduzierung umgesetzt werden, würde ab der fünften Klasse nur noch eine Klasse fortgeführt. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, ob Wolfsburg sein langjähriges Engagement für die italienisch-deutsche Bildung aufrechterhält.






