Paul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Von Deutschland zu Österreich vor der WM 2026
Stilla SagerPaul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Von Deutschland zu Österreich vor der WM 2026
Paul Wanner, ein junger, für seine Kreativität bekannter Mittelfeldspieler, hat seine nationale Verbandszugehörigkeit von Deutschland zu Österreich gewechselt. Die im März endgültig besiegelte Entscheidung ebnet ihm den Weg für eine mögliche Nominierung in die österreichische A-Nationalmannschaft – inklusive der WM 2026. Der Wechsel folgt auf eine Karriere, die in den Jugendmannschaften des FC Bayern München begann und in der er 27 Länderspiele für deutsche Nachwuchsteams bestritt.
Geboren in Amtzell im oberschwäbischen Landkreis Ravensburg, wuchs Wanner in der Nähe der österreichischen Grenze auf. Seine österreichischen Großeltern begrüßten seine Entscheidung, die er selbst als von einem Gefühl der Zugehörigkeit geprägt beschrieb. Zwar versteht er den Vorarlberger Dialekt, spricht aber hauptsächlich Hochdeutsch.
Mit 13 Jahren wechselte Wanner zum FC Bayern und trainierte bereits mit 16 mit der Profimannschaft. Sein Talent fiel Julian Nagelsmann auf, der ihn 2021 fast in die deutsche A-Nationalmannschaft berufen hätte. Doch letztlich war es Ralf Rangnick, heute österreichischer Nationaltrainer, der maßgeblich dazu beitrug, ihn zum Verbandswechsel zu überzeugen.
Vor dem Wechsel hatte Wanner bereits für die deutsche U21 gespielt und mit ihr im vergangenen Sommer das EM-Finale erreicht. Die FIFA genehmigte seinen Wechsel, ohne seine bisherigen Jugend-Länderspiele zu beeinflussen. Sein ehemaliger U21-Trainer Antonio di Salvo bedauerte die Entscheidung, zeigte aber Verständnis für die Aussicht auf WM-Teilnahmen.
Auf dem Platz fühlt sich Wanner in der klassischen Zehner-Rolle am wohlsten. Er sieht sich als kreativen Spieler, der entscheidende Pässe spielt. Nun für Österreich spielberechtigt, hofft er, dass Rangnick auch über die nächste WM hinaus Nationaltrainer bleibt.
Wanners Wechsel zu Österreich markiert ein neues Kapitel in seiner Karriere. Er kann nun in der A-Nationalmannschaft auflaufen – mit der WM 2026 als mögliches Ziel. Familienbindung und Rangnicks Einfluss prägten eine Entscheidung, die seine deutschen Jugenderfolge unangetastet lässt.






