07 May 2026, 06:21

NRW-Polizei rüstet sich mit digitalen Ermittlern gegen Online-Kriminalität

Ein Mann mit einem freundlichen Gesichtsausdruck in einem Anzug und Krawatte steht vor einem unscharfen Hintergrund, mit Text auf der rechten Seite, der besagt, "Teil des starken Städtenetzwerks zu sein bedeutet, dass ich Zugang zu Wissen und Werkzeugen habe, um gewalttätigen Extremismus in Frage zu stellen."

NRW-Polizei rüstet sich mit digitalen Ermittlern gegen Online-Kriminalität

Nordrhein-Westfalens Polizei startet Großoffensive für bessere digitale Ermittlungen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eine umfassende Initiative gestartet, um ihre Fähigkeiten bei Online-Ermittlungen deutlich auszubauen. Im Mittelpunkt steht dabei die Nutzung von Open Source Intelligence (OSINT), mit der die Strafverfolgung modernisiert und die Sammlung sowie Auswertung digitaler Informationen professionalisiert werden soll. Ein zentraler Baustein ist das Projekt „Digitale Streife“, das im September 2024 mit der Schulung von Beamten begonnen hat.

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Das Landeskriminalamt (LKA) Düsseldorf hat unter der Leitung von Fabian Coenen, der die Abteilung 22.2 leitet, seine OSINT-Kapazitäten deutlich ausgebaut. Diese Einheit, die sich auf politisch motivierte Kriminalität spezialisiert hat, ist von einst zwei Fachkräften auf ein 16-köpfiges Team angewachsen – darunter IT-Experten, Soziologen und Politikwissenschaftler. Ihre Aufgabe besteht darin, öffentlich zugängliche Daten, insbesondere aus sozialen Medien, systematisch zu erfassen und auszuwerten.

Im Rahmen des Projekts „Digitale Streife“ wurden zehn neue Ermittler für das LKA eingestellt und OSINT-Einheiten in sechs §4-Behörden eingerichtet. Diese Teams sind für allgemeine digitale Recherchen zuständig und bieten bei dringenden Fällen mit Bezug zur nationalen Sicherheit schnelle Unterstützung an. Zu den ersten Schulungsteilnehmern gehört Jannik Doktorowski, ein 39-jähriger Kriminalhauptkommissar aus Bielefeld mit Erfahrung im Bereich Staatsschutz.

Die Ausbildung wird von Marc Restemeyer geleitet, einem 37-jährigen Regierungslehrer am Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Neuss. Das von ihm mitentwickelte Programm umfasst zehn Module mit interaktiven Videos und praktischen Übungen. Restemeyer ist sowohl für die Schulung der neuen LKA-Mitarbeiter als auch für die Beamten zuständig, die in den „Digitalen Streifen“-Einheiten eingesetzt werden.

Der Ausbau stellt einen wichtigen Schritt dar, um die nordrhein-westfälische Polizei mit modernen digitalen Werkzeugen auszustatten. Durch spezialisierte Schulungen und mehr Personal sind das LKA und die Partnerbehörden nun besser gerüstet, um Online-Bedrohungen zu begegnen. Die Initiative spiegelt einen grundlegenden Wandel wider: die zunehmende Verknüpfung von Technologie und moderner Polizeiarbeit.

Quelle