Novelis Koblenz rettet 197 Arbeitsplätze durch Tarifabkommen ohne Kündigungen
Antonio KlotzNovelis Koblenz rettet 197 Arbeitsplätze durch Tarifabkommen ohne Kündigungen
Beschäftigte bei Novelis in Koblenz sichern Abkommen zum Erhalt von Arbeitsplätzen ohne Zwangsentlassungen
Nach monatelangen Verhandlungen und massivem Widerstand der Belegschaft haben die Mitarbeiter von Novelis in Koblenz eine Vereinbarung erzielt, die Arbeitsplätze ohne betriebsbedingte Kündigungen schützt. Ursprünglich waren 197 Stellen aufgrund wirtschaftlicher Zwänge gefährdet.
Das Unternehmen hatte zunächst Zwangsentlassungen vorgeschlagen, um Kosten zu sparen. Doch die Beschäftigten, unterstützt von der IG Metall Koblenz, lehnten diesen Plan entschlossen ab. Ali Yener, der leitende Vertreter der Belegschaft, betonte, dass der geschlossene Zusammenhalt der Mitarbeiter faire Lösungen erst möglich gemacht habe.
Das umfassende Paket umfasst eine neue Tarifvereinbarung sowie einen Sozialplan. Die unter dem Namen Operative Effizienz geschlossene Vereinbarung sichert Löhne und fördert gleichzeitig freiwillige Arbeitszeitreduzierungen. Weitere Maßnahmen sind ein freiwilliges Austrittsprogramm, neue Schichtmodelle und gestaffelte Vorruhestandsregelungen.
Denis Hammer, Vorsitzender des Betriebsrats, unterstrich, dass reine Stellenstreichungen niemals akzeptabel gewesen seien. Stattdessen lag der Fokus auf flexiblen Arbeitsmodellen und Weiterqualifizierung. Die finale Einigung garantiert, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird.
Das Ergebnis vermeidet Zwangsentlassungen und führt stattdessen freiwillige Anpassungsmaßnahmen für die Belegschaft ein. Die Beschäftigten erhalten Optionen wie reduzierte Arbeitszeiten, vorzeitigen Ruhestand oder Umschulungen. Die Vereinbarung zeigt, welche Wirkung kollektiver Druck und Verhandlungsgeschick entfalten können.






