Norbert Himmler bleibt trotz Quoteneinbruch und KI-Skandal ZDF-Intendant
Bernd-Dieter RingNorbert Himmler bleibt trotz Quoteneinbruch und KI-Skandal ZDF-Intendant
Norbert Himmler ist für eine weitere Amtszeit als ZDF-Intendant bestätigt worden. Die Entscheidung fiel trotz anhaltender Kritik an der sinkenden Relevanz des Senders und eines jüngsten Skandals um KI-generierte Bilder in der Sendung heute journal. Der Rundfunkrat bestätigte seine Wiederwahl am Freitag ohne nennenswerten Widerstand.
Himmler blickt auf eine mehr als zwanzigjährige Karriere beim ZDF zurück. Der 1971 in Mainz geborene Politologe und Germanist begann 1998 als Volontär beim Sender – zuvor hatte er dort bereits als studentische Hilfskraft und freier Mitarbeiter gearbeitet. Im Laufe der Jahre übernahm er verschiedene Positionen, darunter Assistent des Chefredakteurs, Leiter der Programmplanung, Leiter der Fiction-Abteilung und Chef von ZDFneo.
2014 strich er als Programmdirektor die langjährige Primetime-Show Wetten, dass..? vom Programm. Doch 2021 holte er die Sendung zurück – noch in derselben Funktion. Nach seiner Berufung zum Intendanten 2022 begleitete er die Neuauflage weiter. Allerdings sackten die Einschaltquoten seit der Rückkehr deutlich ab: Die erste Ausgabe im Dezember 2021 verfolgten noch 4,92 Millionen Zuschauer, doch bis April 2025 fiel die Zahl auf nur noch 1,45 Millionen.
Trotz dieser Herausforderungen stand Himmlers Wiederwahl nie ernsthaft zur Debatte. Sein Jahresgehalt bleibt bei 372.000 Euro.
Mit der Entscheidung des Rundfunkrats ist Himmlers Position für die kommenden Jahre gesichert. Der Schritt erfolgt in einer Phase rückläufiger Quoten bei zentralen Formaten und jüngster Kontroversen. Seine Führung wird die Ausrichtung des ZDF auch in den nächsten Jahren prägen.