20 April 2026, 08:23

Müller stoppt geplante China-Expansion und setzt auf Europa

Ein Gap-Laden in einem Einkaufszentrum mit Schaufensterpuppen, Kleiderständern, Tischen, Schildern, Säulen und Deckenleuchten, die seine bevorstehende Eröffnung in den USA ankündigen.

Müller stoppt geplante China-Expansion und setzt auf Europa

Deutscher Einzelhändler Müller setzt China-Expansion vorerst aus

Der deutsche Drogerie- und Einzelhandelskonzern Müller hat seine Pläne für den Einstieg in den chinesischen Markt vorläufig gestoppt. Ursprünglich sollte das erste Geschäft im Shanghaier Stadtteil Pudong bis Ende 2026 eröffnet werden. Zwar verliefen die Gespräche mit den lokalen Behörden positiv, doch die Expansion wird nun auf Eis gelegt.

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Müller hatte bei der Vorbereitung seines China-Engagements bereits deutliche Fortschritte gemacht: Ein Standort in Pudong war bereits ausgewählt worden, wie Chu Tongzhou, der Leiter der China-Geschäfte des Unternehmens, bestätigte. Die ursprüngliche Strategie sah vor, innerhalb von fünf Jahren bis zu 500 Filialen im ganzen Land zu eröffnen.

Die Verhandlungen zwischen Müller und der Entwicklungsbehörde von Pudong wurden als offen und konstruktiv beschrieben. Trotz der Verzögerung haben beide Seiten eine künftige Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen. Das Unternehmen betont, dass die Pläne lediglich verschoben, nicht aber endgültig abgesagt wurden.

Statt in China wird Müller nun sein Wachstum in Europa vorantreiben. Im Rahmen der überarbeiteten Strategie rücken die Märkte in der Slowakei und Tschechien in den Fokus.

Die Entscheidung bedeutet, dass das für Ende 2026 geplante erste Müller-Geschäft in China vorerst nicht wie vorgesehen eröffnet wird. Das Unternehmen zeigt sich jedoch offen dafür, das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt wiederaufzugreifen. Bis dahin liegt der Schwerpunkt auf der Stärkung der Präsenz in Mitteleuropa.

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