02 May 2026, 08:21

Mietpreise: Wohnungsverband fordert gerechtere Verteilung der Sanierungskosten

Eine Reihe bunter Häuser an einer Straßenecke mit parkenden Autos, Bäumen, Strommasten, einem Zaun und einem bewölkten Himmel in Baltimore, Maryland.

Mietpreise: Wohnungsverband fordert gerechtere Verteilung der Sanierungskosten

In Deutschland hat sich die Debatte über Mietpreiserhöhungen für energetische Sanierungen zugespitzt. Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft, drängt auf rasche Änderungen des bestehenden Systems. Er argumentiert, dass einkommensschwächere Mieter durch die derzeitige Regelung zur gleichmäßigen Kostenverteilung ungerechtfertigt belastet werden.

Nach geltendem Recht können Vermieter die vollen Kosten für klimafreundliche Modernisierungen gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko kritisiert, dass dieses Vorgehen Einkommensunterschiede außer Acht lässt und Haushalte mit geringeren Einnahmen unverhältnismäßig stark belastet.

Stattdessen schlägt er ein gestaffeltes Modell vor: Demzufolge sollten Mieter mit höherem Einkommen einen größeren Anteil der Sanierungskosten tragen. Ziel ist es, energetische Verbesserungen für einkommensschwache Haushalte bezahlbarer zu machen.

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Gedaschko fordert die Regierungsparteien nun zum zügigen Handeln auf. Ohne Reform, so seine Warnung, werde das aktuelle System weiterhin diejenigen benachteiligen, die sich die zusätzlichen Kosten am wenigsten leisten können.

Der Vorschlag des Wohnungsverbands würde die finanzielle Verantwortung stärker auf wohlhabendere Mieter verlagern. Sollte die Änderung umgesetzt werden, könnte dies den Druck auf Haushalte mit niedrigem Einkommen bei „grünen“ Sanierungen verringern. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu dem Reformvorstoß geäußert.

Quelle