19 April 2026, 12:24

Martin Günther kämpft im EU-Parlament für Klimaschutz und gegen Rechtsruck

Eine Karte von Europa aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt und auf Papier gedruckt ist.

Martin Günther kämpft im EU-Parlament für Klimaschutz und gegen Rechtsruck

Martin Günther, ein 43-jähriger Volkswirt und Mitglied der Linken, verbringt seit über sechs Monaten als Abgeordneter im Europäischen Parlament. Er übernahm den Sitz von Carola Rackete, die im September 2023 zurücktrat. Seine Arbeit konzentriert sich nun auf Klimapolitik und den Widerstand gegen den wachsenden Einfluss rechtsextremer Gruppen bei Entscheidungsprozessen der EU.

Günther ist vollwertiges Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Er argumentiert, dass Großkonzerne und Industrienationen die Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen seien. Sein Ziel ist es, politische Maßnahmen voranzutreiben, die Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit verbinden.

Das politische Umfeld in Brüssel ist schwieriger geworden. Konservative und rechtsextreme Fraktionen arbeiten zunehmend zusammen, um Abstimmungen zu beeinflussen und ihre Agenden durchzusetzen. Günther sieht es als zentrale Aufgabe an, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und beschreibt die europäische Integration selbst als ein linkes Projekt.

Doch die Herausforderung ist groß. Er räumt ein, dass die parlamentarische Arbeit auf EU-Ebene anspruchsvoll ist und der Erfolg keineswegs garantiert ist. Gleichzeitig steht seine Heimatregion Brandenburg unter finanziellen Druck. Durch geplante Änderungen bei den EU-Fördermitteln könnte das Land mindestens die Hälfte seiner jährlichen Zuweisungen in Höhe von 350 Millionen Euro verlieren.

Günther bleibt auf zwei zentrale Kämpfe fokussiert: die Reduzierung von Emissionen bei gleichzeitiger Wahrung sozialer Gerechtigkeit sowie die Einigung der linken Kräfte gegen den Rechtsruck. Seine Bemühungen fallen in eine Zeit, in der Brandenburg sich auf mögliche Kürzungen der EU-Mittel einstellen muss. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzungen werden sowohl die regionale Politik als auch die europäischen Prioritäten in den kommenden Jahren prägen.

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