Mainzer Tierheim sucht dringend neuen Standort bis 2027 – Viaduktabriss zwingt zum Umzug
Antonio KlotzMainzer Tierheim sucht dringend neuen Standort bis 2027 – Viaduktabriss zwingt zum Umzug
Mainzer Tierheim muss bis 2027 umziehen – Dringender Bedarf nach neuer Lösung
Das Mainzer Tierheim steht vor der dringenden Notwendigkeit, bis 2027 umzusiedeln, da der geplante Abriss des nahegelegenen Mombacher Viadukts den Standort unhaltbar macht. Wie Stadtvertreter und Vertreter des Tierheims bestätigten, ist das aktuelle Gelände an der Zwerchallee zu klein und den Anforderungen nicht mehr gewachsen. In Gesprächen soll nun eine Lösung gefunden werden.
Die Diskussionen flammen auf, nachdem öffentliche Kritik an vorgeschlagenen Zwischenlösungen laut wurde. Das Tierheim selbst fordert eine langfristige Lösung in einem grünen oder am Stadtrand gelegenen Gebiet.
Seit 2022 steht die Stadt mit dem Tierschutzverein im Austausch, doch in jüngsten Treffen wurden die Bemühungen intensiviert. Oberbürgermeister Nino Haase und Umweltdezernentin Janina Steinkrüger trafen sich mit dem Vorstand des Tierheims, um sowohl eine vorübergehende als auch eine dauerhafte Verlegung zu erörtern. Die Stadt bekräftigte ihre volle Unterstützung bei der Verbesserung der Übergangspläne und der Suche nach einem zukünftigen Standort.
Zunächst waren zwei Zwischenstandorte im Gespräch: einer an der Mombacher Straße und ein weiterer in der Nähe des bestehenden Tierheims. Beide Vorschläge stießen jedoch auf starken Widerstand – sowohl seitens des Tierheims als auch aus der Bevölkerung. Die Stadt präzisierte daraufhin, dass nur der Standort Am Rondell zweistöckige Gebäude umfassen würde, während die Option an der Mombacher Straße eingebossig bleiben und alle Pläne den Tierschutzstandards entsprechen würden.
Um die wachsenden Bedenken zu addressieren, veröffentlichte die Stadt ein Online-FAQ, in dem sie erklärte, das Tierheim habe ursprünglich den Wunsch geäußert, nach dem Viaduktabriss an seinen ursprünglichen Standort zurückzukehren. Diese Präferenz habe die früheren Planungen geleitet. Unterdessen teilte das Tierheimteam ein Video in den sozialen Medien, in dem dringend ein neuer Standort in einer grüneren Umgebung gefordert wurde – mit der Warnung, dass ein Scheitern der Suche weitere Probleme mit sich bringen würde.
Auch der Mainzer Landesverband der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) mischte sich ein und reichte eine offizielle Anfrage an den Stadtrat ein. Gefragt wurde nach dem genauen Umzugstermin und ob alle verfügbaren städtischen oder stadtnahe Grundstücke als mögliche Standorte geprüft wurden.
Mittlerweile wurde ein Fachplaner beauftragt, die Übergangsregelung zu optimieren. Signifikante Investitionen sollen sicherstellen, dass der Tierheimbetrieb während der Umzugsphase reibungslos weiterläuft.
Der Umzug muss bis 2027 erfolgen. Zwar hat die Stadt vorläufige Optionen vorgeschlagen, doch eine dauerhafte Lösung steht noch aus. Weitere Gespräche zwischen Verantwortlichen, Planern und dem Tierheim sollen eine tragfähige Langzeitlösung finden, die sowohl praktischen als auch tierschutzrelevanten Ansprüchen gerecht wird. Die ÖDP-Anfrage und der öffentliche Druck erhöhen den Handlungsdruck – die Stadt sicherte jedoch zu, das Tierheim weiterhin umfassend zu unterstützen.






