Mainzer Marktfrühstück startet verspätet am Schillerplatz – und sorgt für Streit
Stilla SagerMainzer Marktfrühstück startet verspätet am Schillerplatz – und sorgt für Streit
Mainzer "Marktfrühstück" startet mit Verspätung am Schillerplatz
Nach Verzögerungen durch öffentliche Proteste hat das beliebte Mainzer Marktfrühstück am 21. März 2023 endlich am Schillerplatz eröffnet. Die Veranstaltung, die jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr stattfindet, ist längst ein fester Bestandteil des städtischen Kalenders. Doch der Umzug an den neuen Standort sorgt bei Anwohnern und lokalen Unternehmen für gemischte Reaktionen.
Traditionell findet das Marktfrühstück von März bis in den späten Herbst statt und lockt zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Ursprünglich sollte es früher starten, doch nach Einwänden gegen den ursprünglich vorgesehenen Standort am Fischtor wurde die Eröffnung verschoben. Oberbürgermeister Nino Haase nahm die Bedenken zur Kenntnis und äußerte sich später in öffentlichen Stellungnahmen dazu.
Die Entscheidung, den Schillerplatz als neuen Veranstaltungsort zu wählen, folgte auf Kapazitätsprobleme am bisherigen Standort Leichhof. Dennoch kritisieren einige Händler und Anwohner, nicht in die Planung einbezogen worden zu sein. Agnese De Covre, Vertreterin lokaler Unternehmen, monierte die mangelnde Kommunikation seitens der Stadt. Gleichzeitig äußerte auch Haase Zweifel an der Eignung des Schillerplatzes, während die Verwaltung betont, das Feedback ernst zu nehmen.
Vorerst bleibt der Schillerplatz der einzige bestätigte Austragungsort der Veranstaltung und soll ab 2025 den Liebfrauenplatz ersetzen. Weitere Standorte wurden nicht bekannt gegeben – in früheren Jahren fand das Marktfrühstück auch am Tritonplatz und entlang des Rheins statt. Eine Ausweitung über den Schillerplatz hinaus ist in den kommenden Jahren nicht geplant.
Die Veranstaltungsreihe wird bis mindestens 2025 samstags am Schillerplatz fortgeführt. Zwar hat die Stadtverwaltung zugesagt, die Anliegen der Bürger zu prüfen, doch die Zukunft des Marktfrühstücks bleibt vorerst mit dem neuen Standort verbunden. Lokale Unternehmen und Händler werden voraussichtlich weiter auf eine stärkere Einbindung in künftige Entscheidungen drängen.






