Mainzer Betonbrunnen verkommt seit 15 Jahren – jetzt droht die Rettung
Antonio KlotzMainzer Betonbrunnen verkommt seit 15 Jahren – jetzt droht die Rettung
Verfallener Betonbrunnen in Mainz sorgt für wachsende Besorgnis
Ein vernachlässigter Betonbrunnen in Mainz entwickelt sich zunehmend zu einem Ärgernis für die Anwohner. Das Bauwerk auf dem Ernst-Ludwig-Platz, einst als Hommage an die römischen Wurzeln der Stadt konzipiert, verkommt seit 15 Jahren ohne Instandhaltung. Bewohner bezeichnen es als „Schandfleck“, der dringend saniert werden müsse.
Der Brunnen sollte ursprünglich die Geschichte Mainz’ als römische Siedlung symbolisieren und zeigt Abgüsse antiker Reliefs – darunter Darstellungen von Legionären, Gladiatoren, einer Priesterin sowie tempelartigen Formen. Sein Entwurf sah vor, dass Wasser von drei Seiten in einen zentralen Punkt fließt.
Der heutige Zustand des Brunnens hat nun Forderungen nach einem Handeln ausgelöst. Der Verein „Rettet das römische Mainz“ hat einen Vorschlag eingereicht, das Bauwerk in einen „Kinderspielbrunnen“ umzuwandeln. Dabei sollen zentrale architektonische Elemente erhalten bleiben, während instabile Materialien ersetzt werden.
Die Sanierungskosten werden auf etwa 650.000 Euro geschätzt. EU-Förderprogramme, die öffentliche Wasserprojekte unterstützen, könnten einen Teil der Ausgaben decken. Diese Fördermöglichkeiten stehen noch bis Ende 2027 zur Verfügung.
Die Zukunft des Brunnens hängt nun von der Sicherung der Mittel und der Finalisierung eines Umgestaltungskonzepts ab. Bei einer Restaurierung könnte er wieder zu einem kulturellen Wahrzeichen werden – und zugleich einen neuen öffentlichen Spielraum für Kinder bieten. Die Stadt steht vor der Aufgabe, Denkmalschutz mit praktischer Nutzung in Einklang zu bringen.






