Mainz trauert um zwei Kultgeschäfte – doch was kommt danach?
Zwei bekannte Geschäfte in der Mainzer Innenstadt schlossen Ende 2022 für immer ihre Türen. Der Kinderladen Wirth und Listmann hatten jahrelang Kunden bedient, doch veränderte Einkaufsgewohnheiten und persönliche Gründe zwangen sie zur Schließung. Die Verluste hinterlassen eine spürbare Lücke im Einzelhandelsangebot der Gegend.
Das Verschwinden dieser beiden Läden traf Mainz hart. Oberbürgermeister Nino Haase nannte die Schließungen "schmerzhaft" und betonte, wie beide Geschäfte als wichtige Treffpunkte für die Einheimischen gedient hatten. Trotz ihrer Bedeutung haben sich bisher keine neuen Unternehmen gefunden, die die Lücken füllen könnten.
Das Listmann-Gebäude weckt weiterhin Interesse bei potenziellen Mietern. Seine zentrale Lage macht es zu einem attraktiven Standort für künftige Projekte. Die Zukunft des Wirth-Standorts bleibt dagegen ungewiss. Die Stadt prüft verschiedene Optionen, darunter eine mögliche öffentliche Nutzung, doch ein lokaler Vorschlag, dort eine Bibliothek einzurichten, scheint wegen baulicher Probleme unwahrscheinlich.
Als Reaktion auf die Schließungen legte Bürgermeister Haase einen Plan zur Belebung der Innenstadt vor. Sein Vorschlag konzentriert sich darauf, die Fuststraße in ein lebendiges Zentrum zu verwandeln, um mehr Besucher und Unternehmen anzuziehen.
Der Verlust von Kinderladen Wirth und Listmann hat im Mainzer Einkaufsviertel deutliche Spuren hinterlassen. Während das Listmann-Gebäude bald neue Nutzer finden könnte, steht das nächste Kapitel für das Wirth-Haus noch in den Sternen. Die Bemühungen der Stadt, den Besucherstrom in der Gegend zu steigern, werden davon abhängen, wie diese Flächen neu genutzt werden.






