21 March 2026, 14:22

Mainz kämpft um bezahlbare Mieten: 900 Sozialwohnungen drohen teurer zu werden

Eine Liniengrafik, die das Verhältnis von Wohnpreisen zu Einkommen pro Kopf in verschiedenen Metropolregionen darstellt, mit begleitendem Erläuterungstext.

Mainz kämpft um bezahlbare Mieten: 900 Sozialwohnungen drohen teurer zu werden

Mietpreisbremse für fast 900 geförderte Wohnungen in Mainz läuft bis Ende 2027 aus

Die Stadt Mainz arbeitet nun mit Wohnungsanbietern zusammen, um diese Wohnungen bezahlbar zu halten. Ohne Gegenmaßnahmen könnten Vermieter die Mieten erhöhen, sobald die gesetzlichen Obergrenzen wegfallen.

Von den 10.957 Wohnungen, die von der Wohnbau Mainz verwaltet werden, unterliegen derzeit noch rund 45 Prozent – etwa 4.931 – öffentlichen Förderprogrammen oder Mietpreisbremse-Regelungen. Das Ziel der Stadt ist es, mindestens 5.000 dauerhaft geförderte Wohnungen zu erhalten, um langfristige Bezahlbarkeit zu sichern.

Bis Ende 2026 verlieren 98 Wohnungen ihre Mietpreisbremse, vor allem in den Stadtteilen Neustadt und Weisenau. Weitere 768 folgen bis Ende 2027, davon die meisten in Finthen, Weisenau, Gonsenheim und Mombach. Sobald diese Regelungen auslaufen, dürfen Vermieter die Mieten im gesetzlichen Rahmen anheben – die Stadt hätte dann keine direkte Möglichkeit einzugreifen.

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Um starke Mieterhöhungen zu verhindern, verhandelt das Wohnungsförderungsamt mit den Anbietern. Eine Verlängerung der Preisbindungen hängt davon ab, ob sich Vermieter freiwillig an Landesförderprogrammen beteiligen. Mögliche Lösungen sind der Ankauf von Belegungsrechten durch das Land oder die Bereitstellung von Modernisierungsmitteln für ältere Gebäude.

Größere Wohnungsunternehmen in Mainz kennen diese Fördermöglichkeiten bereits. Vermieter müssen sich zudem verpflichten, soziale Mieten durch Bestandsinstandhaltung, Neubauten und energetische Sanierungen zu erhalten. Mieter, die von Änderungen betroffen sind, müssen von ihren Vermietern frühzeitig über mögliche Mietanpassungen informiert werden.

Der Ansatz der Stadt setzt auf die Zusammenarbeit mit Wohnungsanbietern, um langfristige Bezahlbarkeit zu sichern. Ohne verlängerte Subventionen könnten die Mieten in fast 900 Wohnungen nach 2027 steigen. Der Erfolg hängt davon ab, ob Vermieter die vorhandenen Förderprogramme nutzen, um diese Wohnungen weiterhin als Sozialwohnungen zu erhalten.

Quelle