Mainz kämpft mit explodierenden Mieten und akutem Wohnungsmangel bis 2024
Bernd-Dieter RingMainz kämpft mit explodierenden Mieten und akutem Wohnungsmangel bis 2024
Mainz steckt in einer sich verschärfenden Wohnungsnot – Mieten und Immobilienpreise steigen weiter
Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz kämpft mit einer immer dramatischeren Wohnungskrise: Trotz laufender Bauprojekte fehlten 2024 rund 7.100 Wohnungen, während Mieten und Kaufpreise weiter in die Höhe schnellen. Bei einer Leerstandsquote nahe historischer Tiefststände spüren Mieter:innen und Kaufinteressierte den Druck in einem zunehmend umkämpften Markt.
Laut aktuellen Zahlen verfügte Mainz im vergangenen Jahr über etwa 121.800 Wohneinheiten – doch fast drei Viertel davon entfielen auf Mehrfamilienhäuser. Die allgemeine Leerstandsquote lag bei nur 2,9 Prozent, in aktiv vermieteten Mehrfamiliengebäuden sogar bei mageren 1,4 Prozent. Diese angespannte Situation treibt die Mieten rasant in die Höhe: Die durchschnittliche Kaltmiete erreichte 2024 bereits 14 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg von 40 Prozent seit 2015.
Besonders betroffen von der Wohnungsnot sind kleinere Haushalte, die mit 80 Prozent den Großteil der über 118.000 Mainz Haushalte ausmachen. Fast 70 Prozent des Wohnungsbestands bestehen aus Mietwohnungen, was den Ruf der Stadt als "Mieterstadt" weiter festigt. Gleichzeitig sind die Preise für Eigentumswohnungen noch stärker gestiegen: Seit 2015 kletterten sie um 48 Prozent auf durchschnittlich 4.030 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2024.
Angesichts einer weiter wachsenden Bevölkerung setzen die Verantwortlichen nun auf neu ausgewiesene Baugebiete, um die Lage zu entspannen. Doch der Baufortschritt kann die jahrzehntelange Lücke zwischen hoher Nachfrage und begrenztem Angebot bisher nicht schließen.
Keine Entspannung in Sicht Die Wohnungsnot in Mainz bleibt vorerst ungebrochen: Hohe Mieten und Immobilienpreise prägen weiterhin den Markt, während der Wohnungsmangel bestehen bleibt. Die Stadt hofft auf Entlastung durch neue Bauprojekte – doch der anhaltende Bevölkerungszuwachs lässt erwarten, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt vorerst nicht nachlassen wird.






