Mainz 05 schafft historisches Viertelfinale – dank Tor und Toiletten-Drama
Antonio KlotzMainz 05 schafft historisches Viertelfinale – dank Tor und Toiletten-Drama
Mainz 05 sichert sich historisch das Viertelfinale der UEFA Europa Conference League – nach einem 2:0 gegen Sigma Olomouc
Mit einem 2:0-Sieg über Sigma Olomouc zog der 1. FSV Mainz 05 erstmals in das Viertelfinale der UEFA Europa Conference League ein. Doch das Spiel nahm eine ungewöhnliche Wendung, als Verteidiger Danny da Costa in der 85. Minute plötzlich das Feld verließ. Sein plötzlicher Abgang verwirrte nicht nur die Fans, sondern auch die eigene Mannschaft – inklusive Trainer Urs Fischer, der zunächst keine Ahnung hatte, warum sein Spieler verschwunden war.
Der Vorfall ereignete sich nur wenige Augenblicke, nachdem da Costa die Vorlage für Armindo Siebs Tor geliefert und Mainz mit 2:0 in Führung gebracht hatte. Ohne Vorwarnung sprintete der Verteidiger vom Platz, wie sich später herausstellte, weil er dringend die Toilette aufsuchen musste. Seine überstürzte Aktion überraschte das Team, das für kurze Zeit mit zehn Mann weiterspielen musste, während auf der Bank Ratlosigkeit herrschte.
Da Costa, der die Auswechselregeln nicht kannte, versuchte nach seinem Toilettengang zurück aufs Feld zu laufen. Doch zu diesem Zeitpunkt war mit Kacper Potulski bereits sein Ersatz eingewechsel worden. Trainer Fischer gab später zu, dass er in dem chaotischen Moment keine Erklärung für das Verschwinden seines Abwehrspielers hatte.
Der Sieg war Mainz' zehntes Spiel in diesem Wettbewerb – nach acht Gruppenspielen und einem knappen Hin- und Rückspiel gegen Sigma Olomouc im Achtelfinale. Mit dem 2:0-Gesamtsieg ist Mainz die erste deutsche Mannschaft, die das Viertelfinale der Conference League erreicht. Als nächster Gegner steht Racing Strasbourg an: Die beiden Partien finden am 9. und 16. April statt, der Sieger zieht ins Halbfinale ein.
Während Mainz' europäischer Lauf weitergeht, wird diese Partie wohl vor allem wegen da Costas unfreiwilliger Toilettenpause in Erinnerung bleiben. Sein kurzer Abgang hatte jedoch keine Auswirkungen auf das Endergebnis – die Mannschaft hielt stand und sicherte sich damit den Einzug ins Viertelfinale. Die nächste Herausforderung wartet in zwei Wochen gegen Strasbourg.






