21 March 2026, 00:33

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU im Kampf um die Macht

Deutsches Propagandaplakat für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei mit zwei Männern auf einem Sofa.

Kurt Beck wirft Özdemir 'peinliche' Wahlkampagne vor - Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU im Kampf um die Macht

Rheinland-Pfalz stimmt am Sonntag über einen neuen Landtag ab – eine Wahl, die auf eine hitzige Kampagne im Nachbarland Baden-Württemberg folgt. Dort hatte der grüne Politiker Cem Özdemir Anfang März nur knapp die Oberhand behalten. Nun zieht seine umstrittene Taktik scharfe Kritik eines SPD-Spitzenpolitikers aus der Region auf sich.

Während seines Wahlkampfs in Baden-Württemberg brach Özdemir bewusst mit der Bundeslinie seiner Partei. Er positionierte sich in der politischen Mitte, versprach Bürokratieabbau und Senkungen der Unternehmenssteuern. Seine Klimapolitik setzte auf Kooperation mit der Wirtschaft statt auf Konfrontation – eine Haltung, die ihn deutlich von den bundesweiten Grünen abgrenzte.

Der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, der das Land von 1994 bis 2013 regierte, verurteilte Özdemirs Vorgehen scharf. Er sprach von einem "bewussten Abgrenzen" von den Kerngrundsätzen der eigenen Partei und nannte die Strategie "peinlich". Beck warf Özdemir vor, "gezielt aus der Reihe zu tanzen", und betonte, dass der amtierende SPD-Landesvorsitzende Alexander Schweitzer zu solchen Methoden niemals greifen würde.

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Schweitzer sieht sich nun am Sonntag einem harten Konkurrenzkampf mit dem CDU-Herausforderer Gordon Schnieder gegenüber. Beck, ein langjähriger SPD-Unterstützer, stellt sich demonstrativ hinter Schweitzer und hebt die Treue zu den Parteigrundsätzen als zentralen Unterschied zwischen den beiden Wahlkämpfen hervor.

Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wird zeigen, ob Schweitzers traditionelle Parteilinie bei den Wählern ankommt. Becks Kritik an Özdemirs Methoden unterstreicht die tiefen Gräben bei den Wahlkampfstrategien in der deutschen Politik. Das Ergebnis könnte beeinflussen, wie Parteien künftig ideologische Geschlossenheit mit wahl taktischem Pragmatismus in Einklang bringen.

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