Landkreis Neuwied stärkt Katastrophenschutz mit historischer Zeitenwende
Bernd-Dieter RingLandkreis Neuwied stärkt Katastrophenschutz mit historischer Zeitenwende
Landkreis Neuwied geht mit großen Schritten voran: Feuerwehren und Katastrophenschutz werden seit fünf Jahren massiv ausgebaut
In den vergangenen fünf Jahren hat der Landkreis Neuwied bedeutende Fortschritte bei der Verbesserung seines Brand- und Katastrophenschutzes erzielt. Bei einer kürzlichen Arbeitssitzung forderte Landrat Achim Hallerbach eine noch stärkere Vorbereitung auf allen Ebenen. Er bezeichnete die aktuelle Phase als eine Zeitenwende – einen historischen Einschnitt – für den Umgang der Region mit Notfällen und Krisen.
An der Diskussion beteiligten sich zentrale Akteure wie Kreisbrandinspektor Holger Kurz und Dr. Kirstin Eisenhauer. Sie betonten die Dringlichkeit einer besseren Abstimmung, klarerer Kommunikation und zusätzlicher Ressourcen, um künftigen Herausforderungen begegnen zu können.
Zu den Teilnehmenden zählten zudem Frank Hachemer, Thorsten Runkel sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem gesamten Kreisgebiet. Hallerbach eröffnete die Sitzung mit dem Appell, den Bevölkerungsschutz als unverzichtbare öffentliche Infrastruktur zu begreifen. Er warnte, dass die Widerstandsfähigkeit gegenüber Katastrophen Priorität erhalten müsse – mit mehr Personal und flexiblen Strategien, die auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten sind.
In den letzten fünf Jahren hat Neuwied bereits zentrale Verbesserungen umgesetzt: Dazu gehören ein modernes Einsatzleitzentrum, ein spezielles Lager für Notfallausrüstung sowie der Ausbau des Hochwasserschutzes. Zudem wurde das Sirenenwarnsystem aufgerüstet, um die Bevölkerung schneller alarmieren zu können.
Sowohl Dr. Eisenhauer als auch Holger Kurz unterstützten Hallerbachs Vision nachdrücklich. Sie sprachen sich für eine stärkere Systematisierung in Ausbildung und Einsatzpraxis aus und argumentierten, dass professionelle Standards mit den wachsenden Risiken Schritt halten müssten. Besonders hervorgehoben wurden die Bedeutung klarer Kommunikation und strukturierter Informationsweitergabe in Krisensituationen.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine besondere Ehrung für die Freiwillige Feuerwehr Vettelschoß. Im Rahmen des 125-jährigen Bestehens der Wehr wurden Mitglieder ausgezeichnet und befördert.
Die Sitzung unterstrich den Willen des Landkreises Neuwied, den Katastrophenschutz weiter zu stärken. Neue Infrastrukturprojekte, höhere Ausbildungsstandards und Personalaufstockungen stehen nun im Mittelpunkt der Strategie. Die Verantwortlichen waren sich einig: Nur durch kontinuierliche Investitionen und Anpassungsfähigkeit lassen sich die Gemeinden auch in den kommenden Jahren wirksam schützen.






