Kreistag beschließt fast ausgeglichenen Haushalt 2024 mit Fokus auf Infrastruktur und Soziales
Bert HenschelKreistag beschließt fast ausgeglichenen Haushalt 2024 mit Fokus auf Infrastruktur und Soziales
Kreistag prüft ausgeglichenen Haushaltsentwurf für 2024 in letzter Sitzung am 18. Dezember
Landrat Achim Hallerbach und Kämmerer Florian Hoffstadt haben den Plan vorgelegt, der einen leichten Überschuss von 35.267 Euro vorsieht.
Der Haushalt sieht Einnahmen in Höhe von 380,337 Millionen Euro und Ausgaben von 380,302 Millionen Euro vor. Schwerpunkte der Investitionen liegen in der Infrastruktur, den Sozialleistungen sowie der Katastrophenvorsorge. Ein beträchtlicher Teil des Budgets – 26,626 Millionen Euro – fließt in Investitionen und Fördermittel. Davon stammen voraussichtlich 13,556 Millionen Euro aus Landeszuschüssen. Prioritär gefördert werden Schulmodernisierungen, Straßenbau, Breitbandausbau sowie Brand- und Katastrophenschutz, wobei 1,97 Millionen Euro speziell für die Notfallvorsorge vorgesehen sind.
Deutlich aufgestockt werden die Mittel für Sozialleistungen, Jugend- und Familienprogramme, während gleichzeitig die Personalkosten steigen. Zudem widmet sich der Haushalt der Flüchtlingsunterstützung: Pro Asylbewerber sind 7.500 Euro veranschlagt, zusätzlich sichert das Land 12,5 Millionen Euro für neu ankommende Geflüchtete zu.
Die Schuldenbewältigung bleibt ein zentrales Thema. Bis 2054 müssen die verbliebenen Liquiditätskredite zurückgezahlt werden, mindestens 678.955 Euro jährlich. Darüber hinaus geht der Kommunale Entlastungsfonds (KEF RP) in die Partnerschaft zur Entschuldung der Kommunen (PEK-RP) über, was eine erste Entlastung von rund 27 Millionen Euro bringt.
Der vorgeschlagene Haushalt hält eine nahezu ausgeglichene Finanzlage aufrecht und lenkt Mittel in dringende Dienstleistungen und Infrastrukturprojekte. Bei Annahme wird der Plan die Ausgaben des Landkreises im Jahr 2024 steuern, wobei Schuldenabbau und Landesförderungen eine Schlüsselrolle für die langfristige Stabilität spielen.






