13 March 2026, 20:33

Koblenzer OB-Wahl: Ein Kandidat fliegt raus – und ein Außenseiter bleibt überraschend im Rennen

Ein grünes Blatt mit der Aufschrift "Elections municipales" vor einem weißen Hintergrund.

Koblenzer OB-Wahl: Ein Kandidat fliegt raus – und ein Außenseiter bleibt überraschend im Rennen

Überraschende Wende im Koblenzer Oberbürgermeister-Wahlkampf: Ein Kandidat fliegt raus, ein Außenseiter bleibt

Die Wahl zum Koblenzer Oberbürgermeister hat eine unerwartete Wendung genommen, nachdem ein Bewerber disqualifiziert wurde und ein weiterer als politischer Quereinsteiger übrig blieb. Die für den 26. März anstehende Abstimmung wird nun nur noch drei statt ursprünglich vier Namen auf dem Stimmzettel führen. Die Stadtverwaltung könnte bald mit Fragen zur verursachten Verwirrung wegen der Zulassungsproblematik konfrontiert werden.

Ursprünglich waren vier Kandidaten zugelassen worden, um die scheidende Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs abzulösen. Darunter befand sich Arian Tavasoli, der Verbindungen sowohl zur AfD als auch zur CDU behauptete – obwohl sein Antrag auf CDU-Mitgliedschaft abgelehnt worden war. Er hatte angekündigt, im Falle seiner Wahl fast eine Million Euro an AfD-Mitglieder, Anwohner und Rentner verteilen zu wollen. Tavasoli wurde jedoch später vom Wahlkampf ausgeschlossen, da er weder deutscher noch EU-Staatsbürger ist.

Zu den verbleibenden Bewerbern zählt Ralf Devant, ein Unabhängiger ohne vorherige politische Präsenz in Koblenz. Devant, der sich selbst als schwerbehindert beschreibt, inszeniert sich als pragmatischer Außenseiter. Sein Wahlprogramm konzentriert sich darauf, Verwaltungsabläufe zu verschlanken, um sie effizienter und bürgerfreundlicher zu gestalten. Obwohl seine Kandidatur für Diskussionen sorgt, geben politische Beobachter ihm wegen der etablierten Parteimehrheiten kaum Siegchancen.

Mit nur noch drei Namen auf dem Wahlzettel ist der Ausgang der Wahl nun schwerer vorhersehbar. Die Disqualifizierung Tavolis wirft Fragen auf, wie die Stadt ihre Kandidaten prüft und ob strengere Kontrollen notwendig sind.

Die Oberbürgermeisterwahl findet am 26. März mit einem reduzierten Bewerberfeld statt. Devant verleiht dem Rennen eine überraschende Note, doch sein fehlender politischer Rückhalt schmälert seine Aussichten. Unterdessen könnte die Verwaltung erklären müssen, wie es zu dem Zulassungsfehler kam und welche Maßnahmen künftig ähnliche Pannen verhindern sollen.

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