Koblenz baut Übergangsschule in der Goldgrube – doch Eltern protestieren heftig
Antonio KlotzKoblenz baut Übergangsschule in der Goldgrube – doch Eltern protestieren heftig
Der Stadtrat von Koblenz hat die Pläne für eine neue Übergangsschule im Stadtteil Goldgrube genehmigt. Die am 28. Mai getroffene Entscheidung soll dringende Sanierungsbedarfe am Max-von-Laue-Gymnasium angehen. Doch das Projekt stößt bereits jetzt auf Widerstand bei Eltern und Anwohnern.
Das Max-von-Laue-Gymnasium muss bis 2028 geschlossen werden, da schwere Sicherheitsmängel wie Brandgefahren, strukturelle Schwächen und schlechte Akustik bestehen. Um den Unterricht während der Sanierung aufrechterhalten zu können, entschied sich der Rat für das Gelände in der Goldgrube – es befindet sich im Besitz der Stadt, ist bereits beräumt und die Bodenuntersuchungen sind abgeschlossen.
Die Übergangsschule wird in modularer Bauweise errichtet, kostet rund 21,5 Millionen Euro und ist für eine Nutzungsdauer von bis zu 50 Jahren ausgelegt. Zunächst wird sie die Schüler des Max-von-Laue-Gymnasiums aufnehmen, später aber auch andere große Schulmodernisierungen in Koblenz unterstützen.
Bevor der Bau beginnt, werden die Schüler der Pestalozzi-Grundschule in eine provisorische Containeranlage umziehen, die 3,5 Millionen Euro kostet. Zudem wird das alte Schulgebäude der Grundschule für 750.000 Euro abgerissen.
Kritiker bemängeln zusätzlichen Verkehr, begrenzte Parkmöglichkeiten und mögliche Konflikte zwischen den Schülern. Eine Online-Petition mit dem Titel „Keine Übergangsschule in der Goldgrube auf Kosten unserer Kinder“ verzeichnete bis Donnerstagnachmittag bereits über 1.000 Unterschriften.
Trotz des Widerstands wird das Projekt vorangetrieben – die Übergangsschule soll noch vor der Frist 2028 eröffnet werden. Nach Fertigstellung wird sie mehreren Schulen während deren Sanierung dienen. Die Entscheidung des Stadtrats spiegelt sowohl akute Bedürfnisse als auch langfristige Planungen für die Koblenzer Bildungsinfrastruktur wider.






