Klingbeils Reformpaket soll Deutschlands schwaches Wirtschaftswachstum verdoppeln
Antonio KlotzKlingbeils Reformpaket soll Deutschlands schwaches Wirtschaftswachstum verdoppeln
Deutschlands Wirtschaft kämpft seit Jahren mit schwachem Wachstum – vor allem wegen einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung. Nun soll ein neues Reformpaket die Wende bringen, indem es mehr Menschen in Arbeit bringt und sie länger im Berufsleben hält.
Die von Finanzminister Lars Klingbeil vorgestellten Pläne gehen weiter als frühere Wachstumsinitiativen – Experten sagen ihnen eine spürbare Wirkung voraus. Der Wirtschaftsexperte Jens Südekum, der eng mit Klingbeil zusammenarbeitet, hält es für möglich, dass die Reformen das deutsche Wachstumstempo mindestens verdoppeln. Aktuell liegt es bei etwa 0,5 Prozent; ein Anstieg auf 1 Prozent sei seiner Einschätzung nach noch in dieser Legislaturperiode eine konservative Schätzung.
Im Mittelpunkt des Reformprogramms stehen zwei zentrale Hebel: die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und die Steigerung der Produktivität. Neue Technologien und verstärkte Investitionen in das Sachkapital sollen dabei eine Schlüsselrolle spielen.
Frühere Vorhaben der sogenannten Ampelkoalition hatten Wachstumseffekte von bis zu 0,9 Prozent prognostiziert. Die aktuellen Vorschläge zielen jedoch darauf ab, diese Marke zu übertreffen – und bieten damit einen ambitionierteren Kurs für die Wirtschaft.
Gelingt die Umsetzung, würde dies einen deutlichen Bruch mit der jüngsten Stagnationsphase bedeuten. Ein höheres Wachstum hinge dann davon ab, die Erwerbsbevölkerung zu vergrößern und durch Technologie und Investitionen die Effizienz zu steigern. Nun kommt es darauf an, die Pläne in messbare Ergebnisse umzusetzen.






