Klingbeil wirft Ölkonzernen Preistreiberei im Iran-Konflikt vor und fordert EU-weite Obergrenzen
Bernd-Dieter RingKlingbeil will 'Rückgewinnung' von Ölpreisgewinnen an Bürger zurückgeben - Klingbeil wirft Ölkonzernen Preistreiberei im Iran-Konflikt vor und fordert EU-weite Obergrenzen
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wirft Ölkonzernen vor, den Iran-Konflikt auszunutzen, um die Spritpreise in die Höhe zu treiben. Bei einem Wahlkampfauftritt in Rheinland-Pfalz forderte er schärfere Kontrollen und mehr Transparenz, um zu verhindern, dass Unternehmen unrechtmäßig Profite einfahren. Gleichzeitig kritisierte der Minister die Haltung der USA in der Krise und betonte, Deutschland werde sich nicht militärisch einmischen.
Am 9. März 2026 präsentierte Klingbeil in Brüssel Vorschläge, um die Gewinne der Ölkonzerne zu begrenzen. Er plädierte für tägliche Preisobergrenzen bei Benzin und strengere Transparenzregeln für Mineralölunternehmen. Bisher hat die Europäische Union jedoch keine Maßnahmen ergriffen – etwa zur Abschöpfung übermäßiger Gewinne.
Während des Wahlkampfs für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März unterstützte Klingbeil den SPD-Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer. Die CDU hofft indes, Schweitzer abzulösen und stärkste Kraft im Land zu werden. Klingbeil mahnte zudem, die Verhandlungen zur Deeskalation des Iran-Konflikts müssten wiederaufgenommen werden – dessen Dauer sei ungewiss.
Das Finanzministerium prüft weitere Schritte zur Bewältigung der Krise. Klingbeil argumentierte, dass krisenbedingte Gewinne auf europäischer Ebene an die Bürger zurückfließen müssten. Er wiederholte seine Position, Deutschland werde sich nicht an einem Krieg beteiligen, den er als "nicht unseren Krieg" bezeichnete.
Bisher haben Klingbeils Forderungen nach strengeren Kontrollen der Ölpreise noch keine EU-weite Umsetzung gefunden. Während das Finanzministerium weitere Maßnahmen prüft, bleibt der Iran-Konflikt ungelöst. Parallel läuft in Rheinland-Pfalz der Wahlkampf auf Hochtouren – SPD und CDU liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Führung im Land.