26 June 2026, 14:18

K+S revolutioniert Düngemittelproduktion mit direktem Windstrom aus Hessen-Thüringen

Ab August: Strom direkt vom Windpark für das K+S Werra-Kraftwerk

K+S revolutioniert Düngemittelproduktion mit direktem Windstrom aus Hessen-Thüringen

K+S setzt auf nachhaltige Produktion: Werra-Werk wird teilweise mit Windstrom versorgt

Der Düngemittelhersteller K+S geht einen wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrale Produktion: Ein Teil des Werra-Verbundstandorts wird künftig mit erneuerbarer Energie betrieben. Das Unternehmen hat mit der MPC Capital einen Direktliefervertrag abgeschlossen, der die Versorgung mit Windstrom unabhängig vom öffentlichen Netz ermöglicht.

Ab August speisen zwei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 11,4 Megawatt den Standort direkt mit Ökostrom. Die von MPC Capital betriebenen Turbinen stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Sie decken etwa zehn Prozent des Spitzenstrombedarfs der Anlage sowie rund drei Prozent des jährlichen Stromverbrauchs ab.

Der Windstrom fließt unmittelbar in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen ein und trägt so zur Dekarbonisierung der Landwirtschaft bei. K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag in den Anschluss des Windparks; die technischen Arbeiten wurden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen.

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Dr. Jens Christian Keuthen, im K+S-Vorstand für die Dekarbonisierung zuständig, betonte, dass das Projekt zur Strategie des Konzerns passe, bis 2045 klimaneutral zu werden. Bis dahin setzt K+S am Standort Werra vorläufig auf erdgasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplung, bevor schrittweise auf fremdbezogenen Strom umgestellt wird.

Der Direktliefervertrag spart Netzentgelte und ermöglicht es K+S, die Energiekosten langfristig zu kalkulieren. Zudem wird die Auslastung der Windkraftanlagen effizienter genutzt. Die neue Windstrom-Anbindung unterstützt die Klimaziele von K+S und senkt gleichzeitig die Energieausgaben. Ein Teil der Produktion läuft nun mit erneuerbarem Strom, was die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert. Die Vereinbarung ist ein Novum in der Branche: Erstmals wird ein Kaliproduktionsstandort direkt mit Windenergie versorgt.

Quelle