07 May 2026, 06:20

Jungheinrich kämpft mit drastischem Gewinnrückgang und sinkender Marktbewertung

Logo des 48. Versorgungsmanagementgeschwader mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern und einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau, alles von einem weißen Rand mit schwarzem Text umgeben.

Jungheinrich kämpft mit drastischem Gewinnrückgang und sinkender Marktbewertung

Jungheinrich: Deutscher Staplerhersteller verzeichnet deutlichen Gewinn- und Wertverfall

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Der deutsche Industriegabelstapler-Hersteller Jungheinrich hat einen deutlichen Rückgang bei Gewinnen und Marktbewertung hinnehmen müssen. Im ersten Quartal brachen die Erträge des Unternehmens um die Hälfte ein, während die Marktkapitalisierung seit Ende 2025 um fast 30 Prozent schrumpfte. Führungswechsel und operative Herausforderungen verschärfen den Druck auf das Unternehmen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) halbierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Streik im Werk Lüneburg sowie der harte Wettbewerb in der Branche trugen maßgeblich zu diesem Rückgang bei.

Unterdessen ist die Marktkapitalisierung des Unternehmens auf rund 2,6 Milliarden Euro gesunken. Der Wertverlust spiegelt die Sorgen der Anleger über die Performance und Stabilität des Konzerns wider.

Die Anteilseignerstruktur von Jungheinrich bleibt weiterhin fest in der Hand der Gründerfamilie. Die beiden Töchter des Firmengründers Friedrich Jungheinrich halten jeweils 27 Prozent der stimmberechtigten, nicht börsennotierten Stammaktien – insgesamt 54 Millionen Stücke. Diese Anteile entsprechen 53 Prozent des gesamten Eigenkapitals. Die verbleibenden 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien, die im MDAX gelistet sind, befinden sich größtenteils im Streubesitz.

Auch in der Führungsetage gibt es Veränderungen: Heike Wulff, die Finanzvorständin, wird das Unternehmen verlassen, nachdem ihr Mandat nicht verlängert wurde. Die Entscheidung erfolgte in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat. Übergangsweise wird CEO Lars Brzoska die Finanzgeschäfte leiten, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.

Jungheinrich steht nun vor der Aufgabe, die finanzielle Performance zu stabilisieren und gleichzeitig den Führungswechsel zu bewältigen. Zwar bleibt die familiengeführte Struktur unverändert, doch die Marktposition des Unternehmens hat sich spürbar verschlechtert. Die Anleger werden genau beobachten, wie der Konzern die anstehenden Herausforderungen meistert.

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