Janine Wolter soll Neuköllns neue Bezirksbürgermeisterin werden – trotz Instagram-Kontroverse
Antonio KlotzJanine Wolter soll Neuköllns neue Bezirksbürgermeisterin werden – trotz Instagram-Kontroverse
Janine Wolter steht als Nachfolgerin von Martin Hikel an der Spitze des Bezirksamts Neukölln in den Startlöchern. Die Neuköllner SPD-Führung hatte sie im November nominiert, nachdem Hikel auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Sein Rückzug folgte auf mangelnde Rückendeckung aus den eigenen Reihen.
Hikel hatte jahrelang als Bezirksbürgermeister von Neukölln amtiert. Bei seinem Rückzug aus dem Rennen begründete er dies mit unzureichender Unterstützung innerhalb der Partei.
Noch vor seinem Rückzug hatte Hikel Wolter einen offiziellen Verweis erteilt. Anlass war ihre Aktivität auf Instagram, wo sie Beiträge zum Nahostkonflikt gelikt oder geteilt hatte. Die Posts bezogen sich auf die Abfangaktion der israelischen Marine gegen die „Global Sumud-Flottille“ im Oktober 2025 und stammten von einer umstrittenen Influencerin, die für einseitige Israel-Kritik bekannt ist.
Hikel warf Wolter vor, in ihrem Online-Auftritt nicht die nötige Zurückhaltung und Neutralität gewahrt zu haben. Der Verweis wurde bei der letzten Sitzung der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung thematisiert.
Trotz der Kontroverse bleibt Wolter die SPD-Kandidatin für die Spitzenposition im Bezirk. Der Fall zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen politischer Meinungsäußerung und der geforderten Unparteilichkeit. Ihre Nominierung wird nun trotz der Diskussionen vorangetrieben.
