10 April 2026, 22:23

Irankrise treibt Deutschlands Energieimportkosten auf Rekordniveau

Eine Liniengrafik, die die US-Öl/Petroleumproduktion, -importe und -exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Irankrise treibt Deutschlands Energieimportkosten auf Rekordniveau

Deutschland steht vor einem drastischen Anstieg der Kosten für fossile Brennstoffe, da die Spannungen im Iran die Öl- und Gaspreise in die Höhe treiben. Allein in diesem Jahr könnte der Preisschub die Importrechnung des Landes um zehntausende Millionen Euro erhöhen. Ökonomen warnen, dass die hohen Energiepreise bis 2023 und darüber hinaus anhalten dürften.

Laut Prognosen der KfW-Ökonomen werden Deutschlands Ausgaben für Rohöl, Erdgas und Steinkohle bis 2026 um 20 Milliarden Euro auf 92 Milliarden Euro steigen. Bleibt die Nachfrage nach diesen Energieträgern unverändert, könnte der Anstieg sogar 27 Milliarden Euro betragen – die Gesamtimportkosten lägen dann bei 99 Milliarden Euro.

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Der Preisschock wirkt sich bereits auf den Verbrauch aus. Die Analyse der KfW deutet darauf hin, dass private Haushalte und Unternehmen in Deutschland ihren Öl- und Gasverbrauch drosseln werden, sobald die Kosten weiter klettern. Dennoch dürften die Energiepreise mindestens bis Ende nächsten Jahres auf hohem Niveau bleiben.

Der Konflikt im Iran hat eine längere Phase teurer Energie für Deutschland ausgelöst. Da die Importkosten deutlich steigen werden, wird die Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen noch kostspieliger. Zwar könnte ein geringerer Verbrauch etwas Druck nehmen, doch hohe Preise werden voraussichtlich noch Jahre eine Herausforderung bleiben.

Quelle