Iran-Krieg belastet deutsche Wirtschaft mit Inflation und Lieferengpässen
Bernd-Dieter RingIran-Krieg belastet deutsche Wirtschaft mit Inflation und Lieferengpässen
Die deutsche Wirtschaftslage hat seit Ausbruch des Iran-Kriegs einen deutlichen Dämpfer erhalten. Steigende Inflation und die Unsicherheit durch den Konflikt belasten inzwischen die Nachfrage und die Erwartungen der Unternehmen in zentralen Branchen.
Zu Jahresbeginn blieb die wirtschaftliche Aktivität trotz der Spannungen im Nahen Osten noch vergleichsweise robust. Das Bundeswirtschaftsministerium bezeichnete die Gesamtlage zwar als stabil, warnte jedoch vor wachsenden Risiken.
Ein Anstieg der Neuaufträge im März könnte auf Vorzieheffekte zurückzuführen sein, bei denen Unternehmen frühzeitig Bestellungen aufgaben, um sich Lieferungen zu sichern. Doch die Sorge vor höheren Energie- und Rohstoffpreisen trifft die Industrie nun mit voller Wucht – besonders die chemische Branche. Auch im Dienstleistungssektor, der stark vom Binnenmarkt abhängt, machen sich Lieferkettenstörungen bemerkbar.
Die Kombination aus Inflationsdruck, Lieferengpässen und kriegsbedingter Unsicherheit hat die Stimmung in der Wirtschaft deutlich getrübt. Die Unternehmen stellen sich auf weitere Herausforderungen ein, da die Energiepreise hoch bleiben und Materialknappheit anhält.






