IHK Halle-Dessau fordert Reformen vor Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt
Bernd-Dieter RingIHK Halle-Dessau fordert Reformen vor Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor den Landtagswahlen 2026 ihre wirtschaftspolitischen Prioritäten vorgelegt. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung stand die wirtschaftliche Lage des Landes im Mittelpunkt – mit Fokus auf hohe Energiepreise, steigende Arbeitskosten und übermäßige Bürokratie. IHK-Hauptgeschäftsführer Gläßer warnte, dass Sachsen-Anhalts Wettbewerbsfähigkeit ohne praktische Reformen weiter sinken werde. Zwar erkenne die Bundespolitik den Handlungsbedarf an, doch konkrete Entlastungen ließen bislang auf sich warten.
Die IHK verabschiedete ein Positionspapier mit dem Titel "Wirtschaftspolitische Forderungen der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026", in dem sie unter anderem Maßnahmen in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik, Bildung und Infrastruktur fordert. Besonders betont werden Innovation, Internationalisierung sowie der Abbau bürokratischer Hürden. Die Delegierten lobten die regionale Kampagne der IHK, die darauf abzielt, die wirtschaftlichen Stärken des Landes zu präsentieren und seinen Ruf als Wirtschaftsstandort zu verbessern.
Gläßer unterstrich, dass es der IHK darum gehe, die wirtschaftliche Debatte vor den Wahlen 2026 aktiv mitzugestalten. Statt nur Probleme zu benennen, wolle man konkrete Lösungsansätze vorantreiben. Die beschlossenen Positionen dienen nun als Leitfaden für den Dialog mit der Landesregierung. Unternehmen und Politiker stehen damit unter Zugzwang, bei Energiepreisen, Arbeitskosten und Bürokratieabbau zu handeln. Parallel dazu wird die IHK ihre Kampagne zur Stärkung des Wirtschaftsimages Sachsen-Anhalts weiterführen.






