Hufeisensiedlung wird 100: Berlins modernistisches Wohnjuwel feiert mit Festival
Bernd-Dieter RingHufeisensiedlung wird 100: Berlins modernistisches Wohnjuwel feiert mit Festival
Berlins ikonische Hufeisensiedlung wird im Juli 2025 100 Jahre alt
Das wegweisende modernistische Wohnprojekt, entworfen von Bruno Taut und Martin Wagner, feiert sein Jubiläum mit einem viertägigen Festival vom 23. bis 26. Juli. Die Veranstalter möchten damit den anhaltenden Einfluss der Siedlung auf den sozialen Wohnungsbau und das städtische Zusammenleben hervorheben.
Das Festival markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Anlage. Zwischen 1925 und 1930 erbaut, wurde die Hufeisensiedlung in Britz zum Vorbild für sozialistischen, funktionalen und gemeinschaftsorientierten Wohnungsbau. Ihre Gestaltungsprinzipien prägten später weitere Berliner UNESCO-Welterbestätten des Modernismus wie die Siemensstadt sowie internationale Projekte – von Brasiliens Superquadras bis zu skandinavischen Wohnkollektiven.
Besucher erwarten vielfältige kulturelle Angebote: Konzerte, Lesungen und Filmvorführungen ergänzen eine Ausstellung und einen kreativen Workshop unter Leitung von Schülern der Fritz-Karsen-Schule. Den Abschluss bilden Architektur-Spazierkonzerte mit Fachführungen und ein großes gemeinschaftliches Picknick.
Unterstützt wird das Festival von Partnern wie Vonovia, dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Verein der Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung. Christoph Rauhut, Leiter des Denkmalamts, betont, dass das modernistische Design der Anlage bis heute frisch und dynamisch wirke. Gleichzeitig knüpft das Fest an das 650-jährige Jubiläum Britz' an und unterstreicht die historische Verwurzelung des Stadtteils.
Das Hufeisen-Festival (23.–26. Juli 2025) feiert ein Jahrhundert innovativen Wohnens und zeigt die anhaltende Aktualität der Siedlung. Mit einem Programm aus Kunst, Architektur und Gemeinschaftsaktivitäten spiegelt es den ursprünglichen Geist der Neuen Bauen-Bewegung von Taut und Wagner wider.






