Heidenheims Doppelsieg: 2:0 gegen St. Pauli und Kampf gegen Leukämie
Antonio KlotzHeidenheims Doppelsieg: 2:0 gegen St. Pauli und Kampf gegen Leukämie
Heidenheim sichert wichtigen 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli – und kämpft abseits des Platzes gegen Leukämie
Am Samstag feierte der 1. FC Heidenheim einen entscheidenden 2:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli in der Bundesliga. Der Sieg hält die Mannschaft vorerst im Abstiegskampf. Doch nicht nur sportlich machte der Verein Schlagzeilen: Mit einer Kampagne zur Unterstützung von Leukämiepatienten – darunter auch die Freundin eines Spielers, Eren Dinkçi – setzte das Team ein Zeichen.
Dinkçi erzielte im Spiel ein wichtiges Tor und widmete es seiner Freundin Cinja, die an Leukämie erkrankt ist. Das Paar betonte später, dass es ihnen nicht um öffentliche Aufmerksamkeit gehe, sondern darum, anderen Menschen mit Blutkrankheiten und Krebs zu helfen.
Gemeinsam mit der DKMS, der größten Stammzellspenderdatei weltweit, rief Heidenheim die Fans zur Teilnahme auf. Rund um das jüngste Auswärtsspiel in Freiburg ließen sich 688 Personen als potenzielle Stammzellspender registrieren. Für Cinja könnte selbst eine Transplantation irgendwann notwendig werden – was der Aktion zusätzliche Dringlichkeit verleiht.
Nach dem Spiel lobte Heidenheims Trainer Frank Schmidt nicht nur Dinkçis Leistung auf dem Platz, sondern auch dessen Engagement für die Leukämieaufklärung. In einer schwierigen Saison sei dies eine "inspirierende Initiative", so Schmidt.
Der Sieg bringt Heidenheim vorläufig vom letzten Tabellenplatz weg – auch wenn die Mannschaft weiterhin das Schlusslicht bildet. Die drei Punkte lindern jedoch die akute Abstiegsangst. Während der Erfolg gegen St. Pauli dem Verein sportlich Luft verschafft, hat die Spenderaktion im Zusammenhang mit Dinkçi und Cinja bereits Hunderten die Chance gegeben, als potenzielle Lebensretter registriert zu werden. Beide Entwicklungen machen Hoffnung – die eine auf dem Rasen, die andere für Menschen, die auf eine medizinische Rettung warten.






