"Grüne Ufer": Zeitlose Liebe zwischen Dichter und Diva feiert Uraufführung
Stilla Sager"Grüne Ufer": Zeitlose Liebe zwischen Dichter und Diva feiert Uraufführung
„Grüne Ufer“: Ein ungewöhnliches Liebesdrama feiert Premiere in Jekaterinburg
Im kleinen, privaten Tvary-Theater in Jekaterinburg hat das neue Stück Grüne Ufer Premiere gefeiert. Basierend auf Gennadi Alexejews gleichnamigem Roman erzählt die Inszenierung eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die sich über Jahrzehnte erstreckt. Im Mittelpunkt steht ein sowjetischer Dichter der 1980er-Jahre, der sich in eine Sängerin der vorrevolutionären Romanzen verliebt – sieben Jahre jünger, doch sechzig Jahre älter als er selbst.
Die Geschichte nahm ihren Anfang, als der Autor Gennadi Alexejew auf das Leben von Anastassija Wjalzewa stieß, einer der bestbezahlten Sängerinnen Russlands vor der Revolution von 1917. Sie teilte sich die Bühne mit dem legendären Bass Fjodor Schaljapin. Inspiriert von ihrem Schicksal schrieb Alexejew Grüne Ufer, das nun unter der Regie von Lilia Bornaschewa – die auch das Drehbuch adaptierte – auf der Bühne lebendig wird.
Auf der Bühne übernimmt Jelena Iwanowa neun verschiedene Rollen und wechselt mühelos zwischen den Charakteren. An ihrer Seite spielt Oleg Dulenkin den sowjetischen Dichter. Ihre Liebesgeschichte entfaltet sich über die Zeit hinweg und trotzt Alter und Geschichte.
Das Stück endet nicht glücklich, doch das Publikum verlässt den Saal mit einem Gefühl stiller Versöhnung. Obwohl der Tod die Liebenden trennt, finden sie jenseits der Zeit schließlich zueinander.
Grüne Ufer ist eine kühne Adaption von Alexejews Roman, die Geschichte mit Fantasie verbindet. Die intime, fast kammerspielartige Atmosphäre des Tvary-Theaters ermöglicht ein immersives Erlebnis. Mit starken schauspielerischen Leistungen und einer berührenden Liebesgeschichte bietet das Stück einen frischen Blick auf Romantik über die Epochen hinweg.






