Grüne kritisieren Lücken in Mainzer Veranstaltungskoordination und fordern Transparenz
Antonio KlotzGrüne kritisieren Lücken in Mainzer Veranstaltungskoordination und fordern Transparenz
Die Fraktion der Grünen im Bezirksbeirat der Mainzer Altstadt hat Bedenken zur Veranstaltungskoordination geäußert. Sie vermutet, dass nicht alle Veranstaltungen über das Zentrale Veranstaltungskoordinationsbüro (ZVK) der Stadt abgewickelt werden. Die Grünen forderten eine Übersicht der Veranstaltungen des vergangenen Jahres – sowohl derer, die über das ZVK liefen, als auch derer, die nicht dort gemeldet wurden.
Das ZVK hat die Aufgabe, bei der Planung von Veranstaltungen Fachämter einzubinden. Es vermittelt zudem zwischen Veranstaltenden und Behörden, trifft jedoch keine fachfremden Entscheidungen außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs. Die Stadt bestätigte, dass Großveranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt, das Johannisnacht-Fest und das Rheinfrühling-Frühlingsfest über das ZVK koordiniert wurden.
Die Grünen kritisierten, dass bei Veranstaltungen wie dem Rheinfrühling, den Weinsalons oder dem Marktfrühstück keine Umleitungen für Radfahrer eingerichtet wurden. Die Stadtverwaltung erklärte hierzu, dass das ZVK nicht für Radwegumleitungen zuständig sei. Der stellvertretende Oberbürgermeister Karsten Lange (CDU) begründete die Ablehnung der geforderten Liste damit, dass deren Erstellung einen unzumutbaren Verwaltungsaufwand für die Stadt bedeuten würde – schließlich werde nicht systematisch erfasst, welche Veranstaltungen über das ZVK laufen.
Die Stadtverwaltung betonte, dass die zuständigen Stellen über Veranstaltungen informiert würden und diese dann in eigener Verantwortung regelten. Die Forderung der Grünen nach einer detaillierten Aufstellung bleibt damit vorerst unerfüllt. Die Debatte zeigt unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Veranstaltungskoordination in Mainz künftig gestaltet werden sollte.






